Wer war dieser Ernst Moritz Arndt? Was ist dran an den Argumenten der Arndt-Gegner? Wir haben hier versucht Euch übersichtlich und kompakt mit den nötigen Informationen zu versorgen… Klickt Euch entweder hier durch oder nutzt die Dach- bzw. Seiten-Navigation…
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Arndt-Gegner auf der Vollversammlung
Foto: Luisa Wetzel via webMoritz.de

Juli 18th, 2009 at 14:29
Liebe Studenten,
wollt ihr auch alle Institutionen abschaffen, die den Namen von Goethe oder Luther tragen? Diese beiden Herren haben sich ebenfalls mehrfach durch antisemitische Äußerungen hervorgetan. Hierfür genügt eine simple Eingabe bei Google.
Goethe:
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=460&ausgabe=199910
Luther:
http://www.luther.de/kontext/juden.html
MfG
Juli 18th, 2009 at 16:35
@ Matthias A. Guck bitte mal in unsere FAQ. Zu dem Thema haben wir bereits folgendes geschrieben:
Ja – auch Luther (mehr) und Goethe (weniger) haben hier und da gegen die Juden gewettert. Dies ist aber nicht mit den 40 Jahren aktiver Verbreitung von Rassen- und Volkshass und Antisemitismus von Arndt vergleichbar. Die Vorurteile von Goethe und Luther beruhten auf dem – ebenfalls verurteilswürdigen – Antijudaismus. Arndt hingegen vertrat bereits den rassisch, d.h. biologisch-begründeten Antisemitismus, auf dem die Nazis später ihre fanatische Ideologie aufbauen. Sein Volkshass gegen die Franzosen zieht sich durch fast alle Werke. Ein Vergleich mit Goethe ist unangemessen!
–> "Trotzdem – auch andere Uni-Namensgeber waren judenfeindlich… "
Wenn Dich unsere Worte nicht überzeugen, möchten wir Professor Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann (Professor für Neuere Geschichte an der Universität Greifswald) zitieren. Er schrieb anno 2001 in Bezug auf die Diskussion mit Arndt:
“Man hat gesagt, Juedenfeindschaft sei ein bedauerlicher Zug, der aber auch bei anderen vorkomme, Martin Luther zum Beispiel. Man stelle sich nun vor, man könnte von Luther den Judenhass und den Hexenglauben abziehen: Dann bliebe immer noch die Reformation, die auch von Nichtprotestanten als ein Meilenstein auf dem Weg zur Gewissensfreiheit gesehen werden kann. Was aber bleibt von Arndt, wenn wir den integralen Nationalismus abziehen? Es bleiben Märchen, Kirchenlieder und eine Schrift gegen die Leibeigenschaft, die einen keineswegs orginellen Teil des allgemeinen europäische Diskurses über die Agrarreform darstellt. Würde das irgendwen zu einer Namensgebung einer Universität veranlassen [...]?”
Juli 19th, 2009 at 11:09
Ich verstehe nicht, warum hier – berechtigt – gegen Arndt argumentiert wird – aber vor Heiligtümern wie Martin Luther halt gemacht wird: Luther war einer der übelsten antisemitischen Hetzer und Hassprediger seiner Zeit – mit Auswirkungen bis ins Dritte Reich – es gab evangelische Pastoren die sich in ihrer Befürwortung der Judenvernichtung explizit auf Martin Luther bezogen haben. Auf die rhetorische Frage, wie er einen Juden taufen würde, meinte Luther, dass er in auf die Elbbrücke führen, ihm einen Stein um den Hals binden und ihn ins Wasser stoßen würde. In seiner widerlichen antisemitischen Hassschrift “Von den Juden und ihre Lügen” entwirft er einen Sieben-Punkte-Plan, mit dessen Hilfe er die Juden vertreiben wollte: Indem ihre Häuser, ihre Schulen und Synagogen angezündet werden, die Juden zu Zwangsarbeit gezwungen werden etc.
Das alles noch dazu vor dem Hintergrund dessen, dass die Evangelische Kirche Deutschland, wenn überhaupt, äußerst halbherzig mit Luthers antisemitischer Vergangenheit umgeht. Eine Interesse, ihre Mitglieder ausgiebig darüber zu informieren scheint nicht zu bestehen – meistens wird Luthers Antisemitismus schlicht unter den Teppich gekehrt – auf der Internetseite des EKD gibt es beispielsweise gleich drei Lutherbiografien, in allen dreien wird der Antisemitismus Luthers verschwiegen.
Ich möchte damit nicht eine Nebenbaustelle eröffnen, aber ausdrücklich die Greifswalder Studenten bei dem zu ermutigen was sie tun – ein Aufruhr, wie er vielleicht auch für Mitglieder der evangelischen Kirche Deutschlands zum Vorbild dienen könnte.
Juli 19th, 2009 at 12:10
Wir als Initiative wollen auf gar keinen Fall Luthers Antijudaismus verharmlosen. Aber auf unserer Seite beschäftigen wir uns nun einmal primär mit der Frage ob “diese” Universität nach “diesem” Mann benannt in “diesem” Jahrtausend benannt werden sollte.
Klar ist für uns, dass überall in der Gesellschaft ein kritischer Umgang mit Rassismus und Diskriminierung stattfinden sollte.
Wenn man Luther und Arndt als Namen für eine Universität vergleichen würde, muss man jedoch festhalten, dass es offensichtlich ist, dass die Universität sich mit den Ideen von Luthers Reformation idendifizieren würde. Doch womit will sich die Universität Greifswald idendifizieren? Wenn man Antisemitismus und Rassismus abzieht, bleiben nur ein paar Kirchenlieder, ein paar Märchen und eine – im Vergleich unbedeutende – Dissertation über die Leibeigenschaft…
Daher ist und bleibt für uns die Frage: Womit sollen sich die Greifswalder Studenten bei Arndt idendifizieren? Selbst der Rektor sagt im Interview, dass er sich mit Arndt nicht idendifizieren könne !
Juli 20th, 2009 at 12:24
Der Name soll bleiben. Bitte beendet diese Diskussion. Kümmert euch bitte um die wirklich wichtigen Probleme der UNI wie Stellenabbau, mangelhafte Ausstattung der UB, fehlende Forschungsmittel.
LG
Juli 20th, 2009 at 12:30
Hallo Student,
Das Argument es gibt wichtigeres, bestreiten wir nicht. Aber seit fast 16 Jahren lämt die Diskussion sämtliche Gremien der Universität. Allein auf drei Vollversammlung in nur meiner Studienzeit war Arndt ein Thema. Wer weiß wie oft es das vorher schon war. Wir wollen nur mit der Urabstimmung endlich eine Entscheidung herbeiführen – egal ob pro oder contra. Dann haben wir endlich eine Entscheidung und können uns wieder mit anderen (wichtigeren) Themen beschäftigen.
Lies bitte auch unsere FAQ! Dort sind wir auch nochmal auf Deine Frage mit einer etwas anderen Antwort eingegangen.
Juli 20th, 2009 at 14:39
Ich verstehe alle eure Argumente, kann sie aber nicht unterstützen, wenn man bedenkt, was eine Umstellung kosten soll. Das ist ja nicht nur der klangvolle Name, das sind Briefköpfe, Türschilder, Wegweiser usw…. und vor allem ein (eigentlich guter) Ruf, den die Uni unter diesem Namen hat!
Und auch mal ganz ehrlich, warum sollte ich mich mit dem Namensträger meiner Uni ernsthaft identifizieren?
Kann mich also nur Student anschließen: der Name soll bleiben!
Juli 20th, 2009 at 16:29
Hallo Lilli, schau bitte einmal in unsere “FAQ”. Dort haben wir viele Fragen schon beantwortet:
a) Keine Kosten: Wir schlagen vor die Umbenennung über fünf oder zehn Jahre zu strecken. Das heißt, dass praktisch keine oder nur sehr geringe Kosten anfallen. Türschilder und Briefköpfe werden immer dann gewechselt, wenn jemand das Büro wechselt. So verliert die Universität ihren Namen ganz gemächlich – ohne Kosten!
b) Es geht nicht darum das ein Uniname uns ja als Vorbild dienen soll. Und wir stellen nur die Frage: Wofür soll er uns als Vorbild dienen? Oder warum hat die Uni überhaupt diesen Namen? Mit welchen Zielen die Hermann Göring 1933 bei der Namesverleihung hatte, stimmt die Uni überein? Von welchen grenzt sie sich ab?
Oktober 26th, 2009 at 12:59
"wer eigentlich kannte von Euch Ernst-Moritz Arndt ? "
<< Über historische Personen ist immer nur das bekannt, was sie selbst oder ihre Zeitgenossen über sie geschrieben haben. Arndts Denken können wir aus seinen über 1000 Schriften und Flugblättern herauslesen. Seine Zeitgenossen haben sich auch über Arndt geäußert – selten positiv.
<< Auf diese Art erschließt man sich übrigens das Wissen über alle historische Persönlichkeiten.
Es wird viel erzählt Berichtet .. verspottet Und dann das Argument Arndt hasser ?
<< Die Argumente der Arndt-KRITIKER (nicht Hasser!) findest Du auf diesen Seiten. Klick Dich einfach durch! Unter anderem kritisieren wir eben den "Hass" den Arndt über seine politischen Gegner legen wollte.
"Jeder von Uns und zwar jeder einzelne von Euch hat in der Familie ein schwarzes schaf .. "
<< Ja, und üblicherweise benennen wir nach diesen "schwarzen Schafen" weder Schulen noch Universitäten. Außer wir wollen, dass sich diese Eigenschaften (Rassismus / Volkshass / Antisemitismus) auf unsere Kinder übertragen?!
"Unsere Familie damals hat keine Fehler gemacht .. "
<< Es geht hier nicht um die Familie Arndt und schon gar nicht um Ihre Nachkommen. Es geht hier um die Frage mit welchen Werten sich die Universität und ihre Mitglieder sich identifizieren wollen.
Oktober 26th, 2009 at 13:00
P.S.: Niemand "verspottet" Arndt. Wenn Du das Gefühl hast, dass dies hier irgendwo passiert, zitiere uns bitte die Stelle. Wir werden sie sofort löschen.
November 17th, 2009 at 19:20
[...] Namenserhalt herangezogen werden können. Die Gegenpartei verfügt hier über eine klar gegliederte Auflistung von Argumenten, die auch den letzten Zweifler überzeugen soll. Ebenso fehlt ein Newsletter, der über Neuerungen [...]
November 25th, 2009 at 23:38
Ich habe nicht die Zeit, alle Meinungen zu studieren. Bei dem, was ich auf den ersten Blick finde, vermisse ich einen Umstand, den ich für wichtig halte. Es gab zu Napoleons Zeiten eine französische Besatzung und eine französische Besatzungspolitik in Deutschland, auch in Mecklenburg (vgl. Reuter!), und inwieweit dieser Franzosenhass damals Gemeingut im Volksbewusstsein war, dürfte wohl nicht so ganz unwichtig sein, wenn man in der Beurteilung damaligen Denkens gerecht sein will. Ich dachte immer, Arndt wäre vor allem als Agitator der Befreiungskriege wichtig gewesen. In Kriegen gibt es Polarisierungen. Ich denke nur an Ehrenburg. Man sollte erst einmal den Zeitgeist werten, der historische Persönlichkeiten umgab, bevor man sie ausgehend vom heutigen Zeitgeist niedermacht. Natürlich könnte man, ausgehend von Napoleons progressiven Bestrebungen, alle verurteilen, die es damals gewagt haben, die Besatzer zu hassen. Dahin läuft die Diskussion doch subkutan.
November 26th, 2009 at 00:52
Vielleicht hättest Du Dir ein paar Minuten mehr nehmen sollen, um auf "Franzosenhass" zu klicken (rechte Spalte.
Dort gehen wir auf Deine Frage ein, warum Arndt als "Franzosenhasser" aus seiner Zeit heraussticht:
“Die Kritik Arndts an Napoleon und an der französischen Besatzung ging weit über das Maß seiner patriotischen Kollegen hinaus. Er predigte Haß, und diesen wollte er keineswegs nur auf die napoleonischen Truppen bezogen wissen. Arndt schürte eine Art Volkshaß gegen Napoleon und mit diesem gegen alle Franzosen.
Diesen Haß begründete er nicht etwa aus dem politischen Geschehen heraus, sondern aus dem vermeintlich minderwertigem Volkscharakter der Franzosen. Arndt hatte es sich als Publizist währenden den Befreiungskriegen zum Ziel gemacht die Erfahrung der unmittelbaren Unterdrückung durch die napoleonischen Truppen in das Gefühl einer kollektiven Bedrohung zu übertragen. Diese Bedrohung war für ihn nicht nur Napoleon, sondern auch das französische Volk.”
(Batista-Borjas)
“Übertroffen wurden selbst Görres und Jahn durch die geradezu pathologische Besessenheit, mit der Arndt ‘alle Deutschen’ Jahr für Jahr in immer neuen Schriften, Gedichten und Pamphleten dazu aufrief, ‘das Franzosenungeziefer’, schlechthin ‘jeden Franzosen… als Scheusal zu vertilgen’.
Arndt war in jenen Jahren ein weit wirkender Schriftsteller, dessen Frankophobie zahlreiche Menschen erreichte, als er ein gemeindeutsches Bewußtsein mitschaffen half. Seine Spielart des Nationalismus stellte nicht [...] primär einen geistigen Auftrag oder [...] ein politisches Programm dar, sondern sie beruhte in erster Linie auf überströmendem Gefühl, quasireligiöser Hingabe an eine Gemeinschaft der Gleichgläubigen, Eintauchen des Individuums in den Elan, die Ekstase, auch die Sicherheit gewährende Flug einer Massenbewegung.”
Wehler, Hans-Ulrich: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, 1. Bd., München 1987.
“Das Nationalgefühl der Hambacher war von ganz anderer Art als jenes, dem die Preußenfreunde Fichte, Jahn und Arndt in der napoleonischen Epoche gehuldigt hatte. Von Wirth abgesehen, [...] ließ kein Redner des Festes vom Mai 1832 etwas von Franzosenfeindschaft erkennen. Der erstrebte Nationalstaat sollte nicht gegen Europa entstehen, sondern als Teil eines europäischen Völkerbundes [...] Frankreich und Polen wurden in Hambach der Sympathie der deutschen Patrioten versichert, desgleichen alle anderen freiheitsliebenden Völker.”
Professor Dr. Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen – Deutsche Geschichte 1806-1933, Darmstadt 2002, S. 82.
_FaFazit:
Natürlich wollen wir nicht verschweigen, dass Deutschland damals von Frankreich besetzt war. Aber wie die Wissenschaftler ausführen: Arndt hat überzogen und statt den Besatzer Frankreich zu kritisieren, zum Volkshass gegen die “minderwertige Rasse der Franzosen” geblasen. Seine Gedichte, Lieder und Hasstiraden finden sich auch im wahnsinnigen Ersten- und Zweiten Weltkrieg wieder. In den Reden der Generäle, auf Postkarten von der Front und in Form von Literatur für die Soldaten.
Vor allem aber stellt sich die Frage: Können wir auf einen solchen Hassprediger stolz sein? Und kann Arndt ein Vorbild sein? Wie helfen uns Arndts Ideen über Volkshass und seine Rachegelüste, wenn wir in der Internationalen Politik vor der Lösung Konflikte der Welt stehen, z.B. zwischen Indien und Pakistan oder Israel und Palästina. Hier sind Aufrufe zu “Hass” genauso wenig sinnvoll, wie sie es im frühen 19 Jahrhundert waren.
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Dezember 14th, 2009 at 22:54
Nein, Mathias, uns geht es um die Frage, wie ein Namenspatron der Greifswalder Universität aussehen sollte. Wir gehen davon aus, daß ein Namenspatron auch immer eine Vorbildfunktion haben soll. Entsprechend fragen wir – ausgehend von Arndts Schriften und seinem Wirken – was an Arndt grundsätzlich Vorbildcharakter für die Greifswalder Studierenden, ProfessorInnen und MitarbeiterInnen bieten könnte.
Es geht bei dieser Debatte nicht um Luther, Goethe oder sonstewen, sondern eben um den Greifswalder Interims-Namenpatron Ernst Moritz Arndt, der uns 1933 von den Nazis als neuer Universitätsname verliehen wurde.
Was sind denn Deiner Meinung nach die positiven Leistungen eines Ernst Moritz Arndt, die dessen völkischen Nationalismus, tiefsitzenden Antisemitismus, Völkerhaß und Antirepublikanismus aufwiegen?
Dezember 14th, 2009 at 23:00
Hallo Mit-Student! Sobald der Interimsname abgeschafft ist, können wir alle auch wieder mehr Zeit auf andere wichtige Probleme einsetzen.
Es ist überdies ja nicht so, daß wir als Studierende nicht auch andere Sachen machen als nur "Uni ohne Arndt". Viele von uns beteiligen sich an Bildungsstreikaktionen, sind aktiv in studentischen Gremien oder Hochschulgruppen und auch anderweitig (hochschul-)politisch aktiv.
Dezember 15th, 2009 at 14:09
"Wenn man Antisemitismus und Rassismus abzieht, bleiben nur ein paar Kirchenlieder, ein paar Märchen und eine – im Vergleich unbedeutende – Dissertation über die Leibeigenschaft…"
So meint es Herr Prof. Stamm-Kuhlmann. Herr Dr. Krüger und auch Herr Prof. em. Tietz heben insbesondere den aufklärerischen Charakter von Arndts Anti-Leibeigenschaftsschrift hervor, die im Vergleich zu Reichenbach und dem Kieler Leibeigenschaftsbekämpfer u. Stralsunder Kaufleuten, die ebenfalls Schriften gegen die Leibeigenschaft verfassten, einzigartig ist. Während eben genannte hauptsächlich merkantil an die Abschaffung der Leibeigenschaft heran gingen (also "freie Bauern bringen mehr Geld" bzw. bringen für die Wirtschaft mehr Geld ein), so kritisierte Arndt an der Leibeigenschaft die Unfreiheit an sich als Unfreiheit (was bei den anderen nicht der Fall war) und forderte die Befreiung der Bauern im Sinne der Befreiung des Individuums (was bei den anderen, die ausschließlich frühkapitalistisch an dieses Thema heran gingen ebenfalls nicht der Fall war).
Dezember 15th, 2009 at 14:21
Zieht man nun wieder einen Luther-Vergleich, so könnte man auch sagen, dass es auch andere Reformatoren gab. Wie zB Calvin oder Jan Hus.
Könnte man dann nicht genau so argumentieren: Wenn man von Luther den Antijudaismus/ Antisemitismus abzieht, bleibt nicht viel mehr, als die Reformation, die in dem damaligen historischen Kontext keineswegs originell war (weil es ja auch Hus, Calvin uvm. gab, die im selben Zeitraum sich die Reformation der katholischen Kirche zum Ziel gesetzt haben). (?)
April 1st, 2010 at 12:21
[...] Universität Greifswald hat kein Problem mit ihrem Namensgeber Ernst Moritz Arndt, der sich durchgehend antisemitisch äußerte und Verfechter einer germanischen Rassenhygiene war. [...]
April 1st, 2010 at 20:40
gibt es denn einen anderen namen? also einen gegenvorschlag?
April 1st, 2010 at 20:58
Die Initiative hat viele Idee, will sich aber öffentlich nicht äußern. Wir schlagen stattdessen einen Kreativwettbewerb vor, bei dem Stadt, Studenten und Professoren Vorschläge machen…