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Einladung: Donnerstag Podiumsdiskussion über Arndt!

Professor Herzig

Professor Herzig

Wie Sie wissen, wollen wir Sie nicht nur informieren, sondern auch mit Ihnen diskutieren. Besonders gut geht das in einer offenen Diskussionsrunde. Dazu haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und zusammen mit der Amadeus Antonio Stiftung unter anderem den renommierten Historiker Prof. Dr. Arno Herzig aus Hamburg eingeladen.  Mit Prof. Dr.  Reinhard Bach haben wir aber auch einen starken Arndt-Verteidiger eingeladen. Zudem wollen wir mit Euch bzw.  mit Ihnen ins Gespräch kommen!

Podiumsdiskussion: „Ernst Moritz Arndt – Fragen an Rassismus, Antisemitismus und völkischen Nationalismus im frühen 19. Jahrhundert“
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  • Ort: Internationales Kultur und Wohnprojekt (IkuWo), Ecke Gützkower Straße / Bahnhofstraße (Anfahrt)
  • Datum: Dieser Donnerstag, der 23.7.09
  • Uhrzeit: 20 Uhr
  • Veranstalter: Amadeu Antonio Stiftung aus Berlin (Link)
  • Organisation: StuPa-AG „Namensgebung“ unterstützt vom AStA Greifswald
  • Der Eintritt ist natürlich kostenlos.
  • Gäste: Prof. Dr. Arno Herzig (Hamburg), Prof. Dr. Reinhard Bach (Greifswald), Prof. Dr. Werner Buchholz (Greifswald), Prof. Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann (Greifswald)
  • ikuwo

    Ikuwo in der Bahnhofstraße

    Moderation: Marcus Unbenannt (SPD) (Info)

  • Medienpartner: radio 98eins wird die Debatte live in jedes Radio der Stadt und in jeden Haushalt senden! Wer also nicht persönlich vorbeikommen kann, hat die Möglichkeit es sich über das Radio anzuhören. 98eins ist übrigens auch übers Internet zu empfangen: www.98eins.de!

Die Debatte ist Teil des Rahmensprogramms für der Wanderausstellung „Antisemitismus in der DDR“. Diese Ausstellung  der Amadeus Antonio Stiftung wird noch bis Ende des Monats in Greifswald zu sehen sein (Mehr dazu hier).

*Update*
Inzwischen ist die Debatte vorbei. Hier könnt ihr Euch die Aufzeichnung anhören:

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Prof. Dr. Stamm-Kuhlmann: Arndt war Antisemit

10_07_09

Zum Vergrößern anklicken!

Der Professor für Allgemeine Geschichte der Neuesten Zeit Prof. Dr. Stamm-Kuhlmann stellt in diesem Interview klar, dass Arndt bereits antisemitische Ansichten vertrat. Auch die Vorwürfe des Rassismus, die er stärker kritisiert, teilt er. Zudem habe Arndt wissenschaftlich nichts geleistet.

Eine Umbenennung von Schulen und Plätzen (die wir als Initiative übrigens gar nicht wollen!) hält er jedoch nicht für notwendig. „Da gibt  es wichtigeres.“ Wie Stamm-Kuhlmann zur Umbenennung der Universität steht, geht nicht eindeutig aus dem Interview hervor. Immerhin sagt er am Ende: „Die Universität, die ja weltoffen sein will,  muss sich fragen, ob sie so einen Namenspatron will“.

In der Debatte des Jahres 2001 bezog Stamm-Kuhlmann jedoch schon einmal deutlicher Stellung. Damals schrieb er:

„Ob wir uns nach einem fremdenfeinlichen Publizisten nennen wollen, ist dagegen eine Wertentscheidung. Zu einem Zeitpunkt, da von allen Parteien Deutschland zum Einwanderungsland erklärt wird, kann unsere Universität den Namen eines Xenophoben nicht mehr tragen. Warum sind sonst siebentausend Greifswalder unter Führung ihres Oberbürgermeisters und des Rektors durch die Stadt gezogen? [Anm. d. Red.: Gemeint ist eine Demonstration gegen die Rechtsextremen Szene in Greifswald] Unsere Universität sollte wieder so existieren, wie sie es fast fünfhundert Jahre lang getan hat, ganz ohne Namenspatron.“

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