Tag Archive: Solidarität

Ikuwo: Die Party zur Urabstimmung!

Plakat zur Party

Quasi hinter dem Rücken der Initiative hat eine ganz andere Gruppe von Studenten eine Party zur Urabstimmung organisiert, um die Namensablegung zu unterstützen. Passendes Motto: „Das ist nicht unser Ernst“. Mehr Infos gibt es in diesem Flyer und auf dieser Homepage.

  • Wann: Samstag, 9. Januar 2009
  • Wo: IKuWo, Goethestraße 1

In der Ankündigung der einladenden Hedonisten heißt es:

„Mit unserer Party wollen wir an die Urabstimmung erinnern und alle motivieren, hinzugehen und Kreuzchen zu machen (bestenfalls natürlich bei „Ja, ich bin für die Ablegung des Namens“).  Zudem möchten wir die (bisher stocksteife und verbissene) Debatte auf hedonistische Art bereichern.“

Musik und Unterstützung von:

DJs:

Die Initiative freut sich, jetzt kurz vor der Urabstimmung über diese Solidarität und Unterstützung. Wir weisen jedoch auf darauf hin, dass die Initiative „Uni ohne Arndt“ weder für die Party noch deren Organisation oder Werbung verantwortlich ist. Mehr Infos gibt es auf der Studi-VZ-Seite zur Party.

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Landesverband der Humanisten spricht sich für Umbenennung aus

Wir hatten bereits vor knapp drei Wochen berichtet, dass das Humanistische Forum Greifswald in einem Beitrag auf seiner Website sich für die Umbenennung positioniert hat. Nun hat sich der Landesverband offiziell für eine Umbenennung ausgesprochen. In der Pressemitteilung heißt es:

hvd-logo„Die Frage nach der Eignung von Ernst Moritz Arndt als Namensgebers einer Universität ist ein herausragender Beleg für einen kritisch reflektierenden Geist in der Greifswalder Studierendenschaft. […] Der HVD M-V erklärt weiter, dass die öffentliche und engagierte Forderung nach Ablegung des derzeitigen Universitätsnamens unterstützenswert ist. […]

Jochen Stopperam, Vorsitzender des HVD M-V, betont: „Ernst Moritz Arndt hat mit seinen Schriften und Reden zeitlebens die völkische und nationalistische Bewegung im Deutschland des 19. Jahrhunderts gestärkt (Motto „Deutschland, Deutschland über alles!“). Wohin das schließlich im 20. Jahrhundert geführt hat, ist bekannt.“ […]

Aber er erklärt auch, dass von humanistisch denkenden Menschen ebenso stets die Lehren aus Fehlern der Geschichte gezogen werden sollten – eine politische Verhandlung um die Deutung von Ernst Moritz Arndts Aussagen in einem vermeintlichen und vielfach interpretierten Zeitgeist ist deshalb abzulehnen.

Eine solche Diskussion entspräche der Verhandlung über grundlegendste Prinzipien einer vielfältigen und offenen Gesellschaft. Für uns alle so bedeutende Grundsätze sollte man nicht in einer Diskussion im politischen und alltäglichen Wettstreit hinweg wägen. Denn sie sind überaus wichtig für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft, sowohl im eigenen Land wie auch in der globalisierten Welt“, so Jochen Stopperam.

Die ganze Presse-Mitteilung. HVD Humanisten Mecklenburg-Vorpommern e.V.

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Humanistisches Forum für die Umbenennung

humanistischesForum

Arik Platzek, vom Humanistischen Forum Greifswald,  bezieht in einem ausführlichen Kommentar klar Stellung zum Fatalen Namenspatron der Universität Greifswald:

„Zahlreiche Äußerungen Ernst Moritz Arndts waren nicht nur rassistisch und fremdenfeindlich, also politisch inkorrekt. Sie waren in erster Linie unhumanistisch und sollten zu unhumanitären Taten inspirieren. Weil vielen Menschen die Ebene der politischen Auseinandersetzung oft präsenter ist als die der weltanschaulichen, litt die Debatte bisher an dieser wesentlich grundsätzlicheren Klarstellung: Arndt war kein Humanist. […]

Befürwortern von Ernst Moritz Arndt, ob Studierende oder andere, muss man widersprechen, denn sie machen  Grundsätze verhandelbar, die für ein kultiviertes Miteinander wesentlich sind, besonders für eine moderne philosophische Institution: Ein klares Bekenntnis zu Toleranz, Gleichberechtigung, Friedfertigkeit, Solidarität und selbstständiger Menschenwürde.“

Die Initiative freut sich über diese Solidaritätserklärung.

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