Tag Archive: Kampagne

Rückblick: Eine der größten sozialen Bewegung der Unigeschichte

Die Arndt-Debatte des Jahres 2009 hat im März mit der Entscheidung des Senats ein Ende gefunden. Wir wollen noch einmal auf eine der größten sozialen Bewegungen zurückschauen und uns bei allen Unterstützern bedanken. Das Thema wird vom alten „Uni ohne Arndt“ Team nicht weiter aktiv vorangetrieben. Ein Problem der Uni wird das Thema jedoch sicher auch in Zukunft bleiben. Es bleibt eine Leiche im Keller und eine große Belastung für das Image der Universität.

Für die Infografik bedanken wir uns bei Daniel Focke. Ihr könnt Euch die Infografik vergrößern, indem ihr sie anklickt. Mehr Details und Nachweise zu allen einzelnen Punkten haben wir in diesem und diesem Word-Dokument für Euch zusammengefasst. (Update August 2010: *Einige Unterstützer wurden aus Datenschutzgründen entfernt*)

Share

Heute Auszählung ab 14.30 Uhr in der Mensa

Engagierte Studentin kam per Ski zum Wahllokal

Heute – am Freitag, den 15.1.  – wird ab 14:30 Uhr die erste Urabstimmung an der Universität Greifswald in der Mensa am Schießwall, öffentlich ausgezählt. Interessierte sich herzlich Willkommen der Auszählung beizuwohnen.

Mit vorläufigen Ergebnissen ist zwischen 15 und 16.30 Uhr zu rechnen. Sie werden voraussichtlich hier oder hier via Twitter durchgegeben.

Telefonisch steht das Team für Öffentlichkeitsarbeit unter 0176 20336676 morgen während der Auszählung zur Verfügung.

Über 12.000 Studierende der Universität Greifswald waren dazu aufgefordert, über die Ablegung oder Beibehaltung des Namenspatrons „Ernst Moritz Arndt“ abzustimmen.

Um das letztlich entscheidende Gremium, den Senat, zu überzeugen, griffen die Studierenden erstmalig in der Geschichte der Universität zu ihrem stärksten und aufwändigsten Mittel: Der Urabstimmung.

Die Wahlbeteiligung liegt schon jetzt bei über 20 Prozent – doppelt so hoch wie der Durchschnitt der letzten Jahre. Der Andrang war so groß, dass sogar die Stimmzettel in zwei Wahllokalen kurzzeitig ausgingen. Die Ergebnis der Urabstimmung ist eine richtungsweisende Entscheidung für die Debatte im Senat, welcher letztlich entscheidet.

Foto: Sebastian Jabbusch

Share

Trotz Schnee-Notstand: 350 Studenten tanzten gegen Arndt

Die Party „Das ist nicht unser Ernst“ am vergangen Wochenende im Ikuwo besuchten trotz wildem Schneesturm über 350 Gäste. Bis morgens um 7 Uhr wurde Arndt mit fetten Elektrobeats „weggeblasen“.

Besonderes Highlight war eine übergroße Arndt-Figur. Rote LEDs ließ Arndts Zorn gegen alles Fremde erahnen. In regelmäßigen Abständen „qualmte Arndts Hass“ sprichtwörtlich aus ihm heraus. Der Trick: Die Veranstalter hatten den Party-Nebelwerfer hinter seinem Mund versteckt.

Ebenfalls kokettierten die Teilnehmer mit Arndt-Masken, hinter denen sich die Uni bisher „versteckte“…

Veranstalter waren die Hedonisten in der Greifswalder Hochschule (H.I.G.H), bei denen wir uns extrem für die Unterstützung bedanken! Klasse Party – ein großer Spaß 🙂

Fotos: Alexander Müller via Moritz Magazin

Share

Der Tapir ist „Pro-Arndt“

Seit vielen Jahren bringt uns der monatliche „Tapir“ im Greifswalder Studentenmagazin mit chauvinistischen Sprüchen gegen alle  möglichen tatsächlichen, wie angeblichen Randgruppen zum Nachdenken und Schmunzeln. Der Tapir – Freund des gepflegten Sarkasmus – ist immer da wo die Schmerzgrenze ist. Kaum überraschend, dass der Tapir auch „Pro-Arndt“ ist…

Zur Vergrößerung anklicken!

Das Uni ohne Arndt Team dankt Kai-Uwe Makowski für die Zeichnung!

Share

Mitmach-Wahlkampf 2.0

Die letzte Woche vor der Urabstimmung ist eingeläutet! Jetzt gilt es die Kommilitonen zu überzeugen. Und so könnt ihr mitmachen:

a) Plakate aufhängen

Druck Plakate & hängt Sie auf!

Ladet Euch einige Plakate herunter und druckt sie ganz oder Teile davon auf Eurem heimischen Drucker aus. Hängt sie dann in Eure Wohnung, an den WG-Kühlschrank, an die Pinnwand im Wohnheim oder in Euerm Institut auf. Hier die Plakat-Pakete als PDFs:

b) Soziale Netzwerk

Tretet unser Studi-VZ Gruppe oder unser Facebook Gruppe bei. Damit setzt ihr ein Signal für die Umbenennung. Außerdem könnt ihr Eure Freunde einladen. Ihr könnt auch in den Gruppen Fragen stellen oder Kommentare los werden.

c) Unterschreiben auf der Unterschriftenliste

Tragt Euch auf unsere Online-Unterschriftenliste ein und sagt, warum Ihr für die Umbenennung seit!

d) Fahrrad-Bändchen

Druckt Euch unsere Fahrradbändchen aus und schneidet sie in lange Stücke. Dann mit einem Tacker zu einem Ort, wo viele Fahrräder stehen. Am besten sind da die Mensen, die UB oder das Audimax. Das längliche Stück Papier zu einer Schlaufe formen und einmal an den überlagerten Enden zusammentackern. Viel Spaß!

e) Info-Events & Party

Am 4.1. findet die letzte Arndt-Debatte in der ESG statt. Und am 9.1. findet die große Urabstimmungs-Party im Ikuwo statt. Kommt vorbei und ladet Eure Freunde ein! Außerdem werden wir in der Woche vor der Urabstimmung Infotische in der Mensa aufbauen. Kommt vorbei, diskutiert mit uns oder unterstützt uns!

f) Persönliche E-Mails

Schreibt Euren Freunden eine E-Mail und weist sie auf unsere Homepage hier hin. Besser noch: Weist Sie auf eine konkrete Seite oder einen konkreten Artikel hin, der Euch ganz besonders überzeugt hat. Denn Eure Einstellung ist bei Euren Freunden besonders wichtig. Nutzt dazu einfach den „Share“ Button unter jeder Seite oder unter jedem Artikel!

g) Gespräche

Unterhaltet Euch mit Euren Freunden oder Kommilitonen. Nichts ist überzeugender als persönliche Gespräche! Um für häufig gestellte Fragen gewappnet zu sein, lest unsere FAQ.

h) Vorlesungen & Seminare

Weist vor Vorlesungen und Seminaren Eure Kommilitonen auf die Urabstimmung und diese Website hin. Meist geben Euch die Professoren fünf Minuten, um kurze Ankündigungen zu machen. Ihr solltet zunächst generell dazu aufrufen zur Wahl zu gehen und dann ggf. darauf hinweisen, dass Ihr Euch persönlich für die Ablegung einsetzt.  Im Zentrum sollte der Aufruf stehen, dass sich Leute hier auf der Homepage www.uniohnearndt.de selbst eine Meinung machen sollen.  Alle Informationen und Argumente liegen auf dem Tisch. Es ist die erste Urabstimmung an der Universität und damit ein historische Möglichkeit für alle Studenten Einfluss auf die zukünftige Identität der Uni zu nehmen.

i) Noch mehr machen? Kontakt?

Wenn Ihr Fragen habt, sind wir unter 0176 20336676 erreichbar. Wenn ihr Euch noch aktiver einbringen wollt, könnt Ihr auch im engeren Uni-ohne-Arndt-Team mitmachen.  Mehr Infos dazu hier.

Share

Ikuwo: Die Party zur Urabstimmung!

Plakat zur Party

Quasi hinter dem Rücken der Initiative hat eine ganz andere Gruppe von Studenten eine Party zur Urabstimmung organisiert, um die Namensablegung zu unterstützen. Passendes Motto: „Das ist nicht unser Ernst“. Mehr Infos gibt es in diesem Flyer und auf dieser Homepage.

  • Wann: Samstag, 9. Januar 2009
  • Wo: IKuWo, Goethestraße 1

In der Ankündigung der einladenden Hedonisten heißt es:

„Mit unserer Party wollen wir an die Urabstimmung erinnern und alle motivieren, hinzugehen und Kreuzchen zu machen (bestenfalls natürlich bei „Ja, ich bin für die Ablegung des Namens“).  Zudem möchten wir die (bisher stocksteife und verbissene) Debatte auf hedonistische Art bereichern.“

Musik und Unterstützung von:

DJs:

Die Initiative freut sich, jetzt kurz vor der Urabstimmung über diese Solidarität und Unterstützung. Wir weisen jedoch auf darauf hin, dass die Initiative „Uni ohne Arndt“ weder für die Party noch deren Organisation oder Werbung verantwortlich ist. Mehr Infos gibt es auf der Studi-VZ-Seite zur Party.

Share

Arndt-Darstellung der Uni Greifswald ist verfälscht!

prof_buchholtz

Prof. Buchholz: Arndt-Darstellung ist defizitär und irreführend

Geschichtswissenschaftler Prof. Dr. Werner Buchholz hält die Schrift für „defizitär und irreführend“. Sogar ein Autor distanziert sich vom offiziellen Uni-Text. Forderungen der 1200-Studenten-Vollversammlung nach „kritischer Darstellung“ Arndts nicht erfüllt. Studenten-Initiative fordert Text sofort von der Homepage zu nehmen und neu schreiben zu lassen. Sorge um faire Durchführung der Urabstimmung. Unitext erinnert an Ethnopluralismus der „neuen Rechten“…

„Wir sind entsetzt“, fasst es Martin Schubert zusammen. Schubert ist Sprecher der Initiative „Uni ohne Arndt“, die sich an der Universität Greifswald für die Ablegung des antisemitischen Namenspatrons engagiert.

Grund: Das Rektorat verharmlost in seiner offiziellen Stellungnahme Arndts Rassismus und Antisemitismus. Es ist die erste Stellungnahme der Universität Greifswald seit der Namensverleihung 1933 durch Herman Göring. 17 Monate hatte die Universität gebraucht, um sie erarbeiten zulassen.

Mysteriös: Niemand möchte für den Text verantwortlich sein: Die Autoren fehlen unter dem Text. Auch auf Nachfrage verheimlicht die Pressestelle die Namen. Doch Texte ohne Autoren sind unüblich in der Wissenschaft. Wie die Initiative erfuhr: Der Grund für dieses dubiose Vorgehen der Universität ist, dass mindestens einer der Autoren den Text für einen derart schlechten „politischen Kompromiss“ hält, dass er dafür seinen guten Namen als Professor nicht hergeben wollte. Daraufhin veröffentlichte die Universität den Text einfach ohne Namen.

vollversammlung4

1200 Studenten forderten einen kritischen Text über Arndt

Und der Professor (Name der Initiative bekannt) hat gute Gründe für seinen Rückzug: Die Universität versucht mit dem Text Arndts Rassenwahn hinter unauffälligen „Fachwörtern“ zu verstecken. Statt „rassische Reinheit“ spricht der Universitätstext vom „Erhalt kultureller und sprachlicher Besonderheiten“. Noch schlimmer: Eine deutliche Distanzierung von Rassismus und Antisemitismus fehlt völlig.

Prof. Buchholz hatte bereits im Juli zum Arndt Text der Uni eine (bisher unveröffentlichte) ausführliche Kritik geschrieben, die Sie jetzt hier im Detail als PDF-Datei lesen können. Eine Überarbeitung des Textes lehnt die Universität jedoch – so ihr Pressesprecher – weiterhin ab. Deshalb wenden wir uns nun an die Öffentlichkeit. Denn egal ob der Name der Uni bleibt oder nicht: Die Uni muss sich endlich ihr antisemitisches Erbe aus dem Dritten Reich eingestehen.

Wir fordern die Universität auf, unverzüglich die Namen der Autoren zu nennen oder die manipulative Arndt-Darstellung sofort zu löschen und neu schreiben zu lassen. Die Autoren sollten zu ihrem Text stehen können. Die Studenten hatten auf der Vollversammlung einen kritischen Text gefordert –  keine Schönfärbung für die PR.

„Der Umgang der Universität Greifswald mit ihrem Namenspatron ist ein geschichtspolitischer Skandal und zeigt wie sehr man auch heute bemüht ist, die Geschichte zu verdrängen“, sagt Martin Schubert: „Drei Worten fassen es zusammen: Verheimlichung, Schönfärbung und systematische Manipulation.“

Hier die ausführliche Pressemitteilung (PDF) und hier die von Prof. Buchholz erarbeitete Widerlegung der Uni-Arndt-Darstellung (PDF).

Share

Einladung zur Debatte & Treffen der Initiative

debattierclubDebatte:

Wenn Du Dich noch nicht entschieden hast, ob Du für oder gegen Arndt bist: Am kommenden Donnerstag, den 26.11. diskutieren wir – von der Initiative „Uni ohne Arndt“ – mit den Arndt-Befürwortern über den Namenspatron. Eingeladen zur Debatte hat der renommierte „Debattierclub Greifswald“.

Los geht’s um 20 Uhr im Audimax. Du bist herzlich eingeladen! Freunde mitbringen erlaubt! =)

Treffen der Initiative:

Diese Woche trifft sich erneut unsere Initiative. Neue Gesichter sind immer gerne gesehen. Wenn Du unser Team mal kennen lernen möchtest, melde Dich per E-Mail bei uns: uniohnearndt @ googlemail . com. Wir schicken Dir dann eine Einladung.

Share