Tag Archive: Aktion

Schmunzeln oder verurteilen? Schnellballschlacht um Arndt

Angesichts der Wetterlage finden in Greifswald gerade manche lustige Schneeballschlacht statt. Viele werden mit Hilfe von Twitter und Studi-VZ geplant. Die stets um Spaß & Heiterkeit bemühte Gruppe der Hedonistischen Internationalen hat nun jedoch zu einer Schneeball-Schlacht um dem Namenspatron vor dem Unihauptgebäude aufgerufen:

Da sich Flashmobs scheinbar auch bei Pro-Arndtler_innen  einer gewissen Beliebtheit erfreuen und sich die Arndt-Debatte im Kreis dreht, da alle Argumente schon lange ausgetauscht sind, schlägt die Sektion M.atsch u.nd S.chnee i.nnen K.opp (M.u.S.i.K.) von H.edonismus i.nna G.reifswalder H.ochschule (H.i.G.H) eine

BIS-EINE_R-HEULT-SCHNEEBALLSCHLACHT zwischen den Teams PRO-ARNDT vs. SCHÖNER-LEBEN-OHNE-ARNDT als neue Form der Auseinandersetzung vor. Da M.atsch u.nd S.chnee i.nnen K.opp für das Team SCHÖNER-LEBEN-OHNE-ARNDT schon die Waffen gewählt hat, ist es nun an Team PRO-ARNDT Ort und Zeit der Auseinandersetzung zu bestimmen.

Wir warten und sind breit.

Angeblich soll diese Schlacht heute am Sonntag um 16 Uhr auf dem Rubenowplatz geschlagen werden – das wäre direkt vor dem Rubennow-Denkmal auf dem auch Ernst Moritz Arndt sitzt.

Die Meinung des Pressesprechers S. Jabbusch:

Zwar ist die Ankündigung der Hedonisten lustig in seiner Formulierung – es bleibt jedoch ein echter Konflikt. Und ein solcher kann schnell eskalieren, wenn z.B. Burschenschaftler oder gewaltbereite Linke an der Schneeballschlacht teilnehmen, die keinen Spaß verstehen… Die Initiative „Uni ohne Arndt“ setzt grundsätzlich auf eine sachliche Auseinandersetzung und ist gegen jede echte oder gespielte Gewalt. Inhatlich: Dass der Namenspatron inzwischen zu regelrechten Schlachten zwischen rivalisierenden Gruppen führt, halte ich für eine bedenkliche Entwicklung. Anne Klatt hat einmal so schön gesagt: „Wir brauchen einen Namenspatron der eint, nicht einen der spaltet !“

(Screenshot und Quelle: Fleischervorstadt-Blog)

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RCDS scheitert im StuPa mit Pro-Arndt-Antrag

In der letzten Sitzung des StuPas scheiterte der RCDS mit einem Antrag den Namen „Ernst Moritz Arndt“ für StuPa und AStA wieder einzuführen. Dabei versuchte der RCDS die fehlende Mehrheit bei der Urabstimmung für den Namen „Universität Greifswald“ als Stimmen „pro Arndt“ zu missbrauchen.  Zahlreiche engagierte  StuPa-Mitglieder wie Alexander Schulz-Klingauf, Frederic Beeskow, Thomas Schattschneider, Paul Dederer, Anne Klatt wiesen diese Interpretation teils scharf zurück. Stattdessen wurde der RCDS auf den Abstimmungstext der Urabstimmung verwiesen:

Der Senat wird dazu aufgefordert, § 1 I der Grundordnung der Universität so zu ändern, dass unsere Hochschule fortan nur noch den Namen „Universität Greifswald“ trägt.

Die Studierendenschaft hat  sich also keineswegs „für“ Arndt ausgesprochen. Der Tagesordnungspunkt wurde schließlich ohne Endabstimmung geschlossen.

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Heute Auszählung ab 14.30 Uhr in der Mensa

Engagierte Studentin kam per Ski zum Wahllokal

Heute – am Freitag, den 15.1.  – wird ab 14:30 Uhr die erste Urabstimmung an der Universität Greifswald in der Mensa am Schießwall, öffentlich ausgezählt. Interessierte sich herzlich Willkommen der Auszählung beizuwohnen.

Mit vorläufigen Ergebnissen ist zwischen 15 und 16.30 Uhr zu rechnen. Sie werden voraussichtlich hier oder hier via Twitter durchgegeben.

Telefonisch steht das Team für Öffentlichkeitsarbeit unter 0176 20336676 morgen während der Auszählung zur Verfügung.

Über 12.000 Studierende der Universität Greifswald waren dazu aufgefordert, über die Ablegung oder Beibehaltung des Namenspatrons „Ernst Moritz Arndt“ abzustimmen.

Um das letztlich entscheidende Gremium, den Senat, zu überzeugen, griffen die Studierenden erstmalig in der Geschichte der Universität zu ihrem stärksten und aufwändigsten Mittel: Der Urabstimmung.

Die Wahlbeteiligung liegt schon jetzt bei über 20 Prozent – doppelt so hoch wie der Durchschnitt der letzten Jahre. Der Andrang war so groß, dass sogar die Stimmzettel in zwei Wahllokalen kurzzeitig ausgingen. Die Ergebnis der Urabstimmung ist eine richtungsweisende Entscheidung für die Debatte im Senat, welcher letztlich entscheidet.

Foto: Sebastian Jabbusch

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Trotz Schnee-Notstand: 350 Studenten tanzten gegen Arndt

Die Party „Das ist nicht unser Ernst“ am vergangen Wochenende im Ikuwo besuchten trotz wildem Schneesturm über 350 Gäste. Bis morgens um 7 Uhr wurde Arndt mit fetten Elektrobeats „weggeblasen“.

Besonderes Highlight war eine übergroße Arndt-Figur. Rote LEDs ließ Arndts Zorn gegen alles Fremde erahnen. In regelmäßigen Abständen „qualmte Arndts Hass“ sprichtwörtlich aus ihm heraus. Der Trick: Die Veranstalter hatten den Party-Nebelwerfer hinter seinem Mund versteckt.

Ebenfalls kokettierten die Teilnehmer mit Arndt-Masken, hinter denen sich die Uni bisher „versteckte“…

Veranstalter waren die Hedonisten in der Greifswalder Hochschule (H.I.G.H), bei denen wir uns extrem für die Unterstützung bedanken! Klasse Party – ein großer Spaß 🙂

Fotos: Alexander Müller via Moritz Magazin

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Mitmach-Wahlkampf 2.0

Die letzte Woche vor der Urabstimmung ist eingeläutet! Jetzt gilt es die Kommilitonen zu überzeugen. Und so könnt ihr mitmachen:

a) Plakate aufhängen

Druck Plakate & hängt Sie auf!

Ladet Euch einige Plakate herunter und druckt sie ganz oder Teile davon auf Eurem heimischen Drucker aus. Hängt sie dann in Eure Wohnung, an den WG-Kühlschrank, an die Pinnwand im Wohnheim oder in Euerm Institut auf. Hier die Plakat-Pakete als PDFs:

b) Soziale Netzwerk

Tretet unser Studi-VZ Gruppe oder unser Facebook Gruppe bei. Damit setzt ihr ein Signal für die Umbenennung. Außerdem könnt ihr Eure Freunde einladen. Ihr könnt auch in den Gruppen Fragen stellen oder Kommentare los werden.

c) Unterschreiben auf der Unterschriftenliste

Tragt Euch auf unsere Online-Unterschriftenliste ein und sagt, warum Ihr für die Umbenennung seit!

d) Fahrrad-Bändchen

Druckt Euch unsere Fahrradbändchen aus und schneidet sie in lange Stücke. Dann mit einem Tacker zu einem Ort, wo viele Fahrräder stehen. Am besten sind da die Mensen, die UB oder das Audimax. Das längliche Stück Papier zu einer Schlaufe formen und einmal an den überlagerten Enden zusammentackern. Viel Spaß!

e) Info-Events & Party

Am 4.1. findet die letzte Arndt-Debatte in der ESG statt. Und am 9.1. findet die große Urabstimmungs-Party im Ikuwo statt. Kommt vorbei und ladet Eure Freunde ein! Außerdem werden wir in der Woche vor der Urabstimmung Infotische in der Mensa aufbauen. Kommt vorbei, diskutiert mit uns oder unterstützt uns!

f) Persönliche E-Mails

Schreibt Euren Freunden eine E-Mail und weist sie auf unsere Homepage hier hin. Besser noch: Weist Sie auf eine konkrete Seite oder einen konkreten Artikel hin, der Euch ganz besonders überzeugt hat. Denn Eure Einstellung ist bei Euren Freunden besonders wichtig. Nutzt dazu einfach den „Share“ Button unter jeder Seite oder unter jedem Artikel!

g) Gespräche

Unterhaltet Euch mit Euren Freunden oder Kommilitonen. Nichts ist überzeugender als persönliche Gespräche! Um für häufig gestellte Fragen gewappnet zu sein, lest unsere FAQ.

h) Vorlesungen & Seminare

Weist vor Vorlesungen und Seminaren Eure Kommilitonen auf die Urabstimmung und diese Website hin. Meist geben Euch die Professoren fünf Minuten, um kurze Ankündigungen zu machen. Ihr solltet zunächst generell dazu aufrufen zur Wahl zu gehen und dann ggf. darauf hinweisen, dass Ihr Euch persönlich für die Ablegung einsetzt.  Im Zentrum sollte der Aufruf stehen, dass sich Leute hier auf der Homepage www.uniohnearndt.de selbst eine Meinung machen sollen.  Alle Informationen und Argumente liegen auf dem Tisch. Es ist die erste Urabstimmung an der Universität und damit ein historische Möglichkeit für alle Studenten Einfluss auf die zukünftige Identität der Uni zu nehmen.

i) Noch mehr machen? Kontakt?

Wenn Ihr Fragen habt, sind wir unter 0176 20336676 erreichbar. Wenn ihr Euch noch aktiver einbringen wollt, könnt Ihr auch im engeren Uni-ohne-Arndt-Team mitmachen.  Mehr Infos dazu hier.

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Debattierclub: Antworten auf freie Redner

debatte-bild
Letzte Woche wurde wieder einmal diskutiert. Diesmal unter Studenten. Inzwischen können wir Euch hier die gesamte Debatte als Audio-Mitschnitt anbieten. Viel Spaß damit:

 

(Geduld: ca. 20 Sekunden Ladezeit!)
Neben der eigentlichen Debatte gab es auch einige Beiträge aus dem Publikum. Da wir letzte Woche darauf nach den Regeln der Präsidentin leider nicht direkt antworten durften, holen wir dies hier nach. Unsere Antworten ergänzen bzw. aktualisieren unser Statement aus der letzten Woche hier.

Mein Fazit auch nach der detaillierten Auswertung: Zwar gab es die eine oder andere interessante Anmerkung, jedoch: Keinem der „freien“ Diskutanten ist es gelungen darzulegen, warum Arndt kein Antisemit, kein Rassist, kein völkischer Nationalist und kein Franzosenhasser gewesen sein soll.

Stattdessen wurde die  Meta-Ebene diskutiert. Etwa ob die Mitglieder der Initiative „Professoren-hörig“ seien, ob Muslime nicht die viel schlimmeren Antisemiten seien, ob Arndt nicht auch ein Denkmal hätte, ob die Studenten der Vollversammlung je Arndt gelesen hätten (wobei Arndt-Lesungen ebenfalls kritisiert wurden) oder ob nicht die ganze Kampagne ‚populistisch‘ sei.

Meine Antworten basieren auf den Reaktionen zahlreicher Mitglieder der Initiative und Gäste aus dem Publikum, mit denen ich nach der Debatte sprechen konnte. Lesen & hören nach dem Klick…

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Positive Bilanz nach Arndt-Debatte

karla

Karla Thurm spricht für die Initiative "Uni ohne Arndt"

„Bei einer politischen Debatte gewinnen alle Teilnehmer“, das gilt sicher nicht nur für den Debattierclub generell, sondern insbesondere für den gestrigen Abend.

Die „Uni ohne Arndt“ Gruppe, hat sich gefreut, dass die Pro-Arndt Gruppe in ihrer Argumentation sehr sachlich geblieben ist. Weder hat man den Versuch unternommen Arndts Rassismus, noch seinen Antisemitismus in Frage zu stellen. Auch, dass Arndts monarchistische Einstellung nicht erneut als „Demokrat“ verkauft wurden, begrüßen wir.

Inhaltlich fehlten uns jedoch von der Pro-Arndt AG neue Impulse. Kirchenmusik, Lyrik von regionaler Bedeutung und eine Märchensammlung rechtfertigen aus unserer Sicht weiterhin keine Uni-Namensgebung, insbesondere nicht angesichts Arndts dominierenden negativen Seiten und der Tradition von 1933.

Zusammen mit Vertretern des Debattierclub wurde nach der Debatte die erstaunlich gut besuchte Veranstaltung mit einem Bier gefeiert.

Enttäuscht und entsetzt zeigten sich einige Vertreter der Initiative über die unsachlichen und teils sachfremden Debattenbeiträge aus einer Gruppe aus dem Publikum. Leider sahen die „Spielregeln“ des Debattierclubs keine Antwortmöglichkeiten vor, weshalb kein Dialog entstand. Man bekam jedoch auch das eindringliche Gefühl, dass hier kein Dialog gesucht wurde, sondern eher ein Forum, um seinen Frust loszuwerden. Mehr dazu hinter dem Klick…  Weiterlesen

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Einladung zur Debatte & Treffen der Initiative

debattierclubDebatte:

Wenn Du Dich noch nicht entschieden hast, ob Du für oder gegen Arndt bist: Am kommenden Donnerstag, den 26.11. diskutieren wir – von der Initiative „Uni ohne Arndt“ – mit den Arndt-Befürwortern über den Namenspatron. Eingeladen zur Debatte hat der renommierte „Debattierclub Greifswald“.

Los geht’s um 20 Uhr im Audimax. Du bist herzlich eingeladen! Freunde mitbringen erlaubt! =)

Treffen der Initiative:

Diese Woche trifft sich erneut unsere Initiative. Neue Gesichter sind immer gerne gesehen. Wenn Du unser Team mal kennen lernen möchtest, melde Dich per E-Mail bei uns: uniohnearndt @ googlemail . com. Wir schicken Dir dann eine Einladung.

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Experimentelle Zeitreise: Ernst Moritz Arndt hält eine Vorlesung im Audimax

2009-24-stunden-vorlesungDen krönenden Abschluss der diesjährigen 24-Stunden Vorlesung an der Universität Greifswald wird eine Vorlesung der Studenten darstellen. Es geht um die Forderung der Juni-Vollversammlung den 1933 verliehenen Beinamen der Uni „Ernst Moritz Arndt“ abzulegen.

Am Anfang steht der wahnsinnige Prof. Dr. Braun vom Institut für reversible Raum-Zeit-Kontinuums Transformationen und angewandte subplasma Quantenchronodynamik (IRRZKTASQ), der ein begeisterter Anhänger des umstrittenen Uni-Namenspatrons „Ernst Moritz Arndt“ ist. Um die Studenten von Arndt zu überzeugen, will er sie mit dem Namenspatron persönlich in Kontakt bringen. Zusammen mit seinen Assistenten Bob und Marti wird er dazu den gesamten Hörsaal mit seiner neuen Zeitmaschine auf Lichtgeschwindigkeit bringen und ihn rund 200 Jahre zurück in die Zeit von Arndt versetzen.

Wenn die Raumzeitströmungsentkrümmerantennen den Druck aushalten (das wurde bisher nur theoretisch bewiesen),wird Ernst Moritz Arndt genau zum angestrebten Ziel-Zeitpunkt eine Vorlesung im bereits damals existenten Hörsaal halten.

Ob Ernst Moritz Arndt die Studenten begeistern kann oder entsetzen wird, erfahrt ihr nur, wenn ihr selbst dabei seit: Die öffentliche Vorlesung findet diesen Samstag, den 24.10., von 17-18 Uhr im Hörsaal 5 des Audimax in der Rubenowstr. 5 statt. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an neue Studenten, aber ausdrücklich auch an Bürger der Stadt, die etwas aus den Werken Arndts kennenlernen wollen. Um rechtzeitiges Erscheinen wird gebeten, da bereits um 17.15 Uhr der gesamte Hörsaal in einer Raum-Zeit-Kontinuumsblase verschwunden sein dürfte.

Mitschnitte, Filmaufnahmen und Presseberichte (sowohl damals als auch heute) sind ausdrücklich erwünscht. Um Herrn Arndt jedoch nicht mit neumodischer Technik zu konfrontieren, die es in seiner Zeit noch nicht gab und damit eine temporale Kettenreaktion auszulösen, die das gesamte Universums vernichten könnte, bitten wir um vorsichtige Verwendung und vorherige Absprachen.

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