Arndt zitiert…

Verschiedne Textauszüge und Zitate von Ernst Moritz Arndt:

Reden und Glossen (Ernst-Moritz Arndt, Leipzig 1848):

„Juden und Judengenossen, getaufte und ungetaufte, arbeiten unermüdlich und auf allen äußersten radikalen Linken mitsitzend, an der Zersetzung und Auflösung dessen, worin uns Deutschen bisher unser menschliches und heiliges eingefasst schien, an der Auflösung jeder Vaterlandsliebe und Gottesfurcht… Horcht und schaut, wohin diese giftige Judenhumanität mit uns fahren würde, wenn wir nichts eigentümliches, deutsches dagegenzusetzen hätten…“.

Sonderbar diese Judenwut, die sich allenthalben so sehr zu der äußersten Linken, ja zu den rotmützigen Rotten und Banden hinwirft. Wahrlich diese Juden mögen sich wohl vorsehen, die deutschen Bauern nicht zu sehr aufzuregen: Diese könnten sich einmal mit neuem Hepp! Hepp! Auf ihre armen in Flecken und Dörfern wohnenden Glaubensgenossen werfen. (S.68)

Aber sie (die Juden) sind dadurch doch Zerfetzer und Zerstörer des edlsten Schatzes eines Volks, eines Schatzes unerschöpflicher und schätzbarer Güter, wenn es ihn zu Rate zu halte weiß. Sie sind Zerstörer der Vaterlandsliebe.  (S. 71)

„Über den Volkshaß und über den Gebrauch einer fremden Sprache“ (1813):

„Es ist eine unumstößliche Wahrheit, dass alles, was Leben und Bestand haben soll, eine bestimmte Abneigung, einen Gegensatz, einen Hass haben muss; dass jedes Volk ebenso eine feste Liebe und einen festen Hass haben muss, wenn es nicht in gleichgültiger Nichtigkeit und Erbärmlichkeit vergehen und zuletzt mit Unterjochung endigen will. Ich könnte traurig hinweisen, wodurch die letzten Jahre über Deutschland gekommen sind. Wir liebten und erkannten das Eigene nicht mehr, sondern buhlten mit dem Fremden. (…)

So muß bei den Teutschen jetzt der Haß brennen gegen die Franzosen, denn sie haben sich der Kühnheit erfrecht, ein Volk unterjochen zu wollen, das stärker und mächtiger wäre als sie, wenn ihre Hinterlist nicht lange schon verstanden hätte, es zu entzweien und zu zerreissen.

Wir sollen die Franzosen nicht allein wegen dessen hassen, was sie uns in den letzten zwanzig Jahren Übels getan haben, nicht wegen der Greuel und Schanden allein, wodurch sie die letzten acht Jahre unsere Heilige Erde entheiligt haben und noch jede Stunde entheiligen, nein wir sollen sie hassen, weil sie schon über drei Jahrhunderte unsere Freiheit hinterlistig belauert haben, weil sie von Geschlecht zu Geschlecht rastlos und planmäßig gearbeitet haben, diese Freiheit zu untergraben, bis sie unter ihren letzten Banditenstreichen hingefallen ist.

Die Franzosen sind unsere mächtigsten und gefährlichsten Nachbarn und sie werden es bleiben, auch wenn die Hand des Verhängnisses den Giganten Napoleon und alle seine stolzen Entwürfe hingestreckt hat: sie können nie aufhören, unruhig, eitel, herrschsüchtig und treulos zu sein. […]

Das ist das unvermeidliche Schicksal eines Volkes, das dem Fremden bis zur Vergessenheit das Eigenen, nachgebuhlt hat. Darin waren wir Teutsche gekommen, daß wir nicht wussten, wie viel unsere Väter wert waren und wie viel wir wert sein konnten. Das Unglück, worunter wir erliegen, hat uns zur Besinnung gebracht; wir fangen wenigstens an, nach den Wurzeln des Übels zu fragen.

Wenn der Haß gegen die bösen Nachbarn festigt ist, für lange Zeiten, dann erst wird uns recht klar werden, wie tief wir von den alten teutschen Ehren und Tugenden herabgesunken waren.

Dieser Haß wird uns wie ein heller Spiegel sein, worin wir unsere Herrlichkeit wie unser Verderber werden sehen können, dieser Haß wird uns und usern Enkeln und Urenkeln nach uns immer ein Aufrschüttler sein, daß wir uns im Glück und in der Sicherheit des Friedens nicht einschlafen können, dieser Haß wird uns grade durch die Verschiedenheit zeigen, was uns und unserem Gemüte gleich und gerecht ist, am hellsten wird er uns immer die Gefahr zeigen, wie sehr das Französische uns verderben, und wie gar nichts es uns geben kann.

Jedes Volk hat seine Tugenden und seine Gebrechen, ja, […] Aber es gibt Stufen und Grade, und ich schäme mich nicht, den Glauben zu bekennen, daß das teutsche Volk in der Weltgeschichte mehr bedeutet hat und mehr bedeuten wird, als das französische. […]

Im Allgemeinen ist die Frage töricht, welches Volk besser sei, der Engländer oder der Spanier, der Teutsche oder der Franzose, weil die Vergleichungen gewöhnlich einen lächerlichen Streit der Eitelkeit geben, so wie es töricht ist, wenn ich frage: Ist die Eiche besser als der Dornbussch, das Weilchen bessser als der Schierling, die Diestel als der Rosenbusch? Aber wie, wenn es den Disteln einfiele sich mit den edlen Kindern des Rosenbusches vermälen zu wollen? Sollte der Rosenbusch da seine Dornen nicht gebrauchen? Wie, wenn wir Teutschen der Rosenbusch wären, und die Franzosen die Disteln? Auf jeden Fall schadet uns das Vorurteil nicht, wir sehen es; wir wehren uns deshalb gegen die ungebührliche Vermischung mit dem Ungleichen!

Gerade die Vermischung mit dem Ungleichen – das ist der Tod der großen Tugend und die Geburt der Eitelkeit. Auch diejenigen Menschen werden nichtig, schwächlich, und eitel, welche sich nicht aus ihren eigenen Anlagen herausarbeiten wollen, sondern welchen es leichter bräucht, anderen nachzuahmen und sich in fremde Naturen gleichsam hineinzuleben. Ebenso ist es mit den Vökern.

Jedes Volk behalte das Seine und bilde es tüchtig aus, hüte sich aber vor aller Buhlerei mit dem Fremden, weil es die Tugenden der Fremden dadurch nicht gewinnen kann, die eigenen Tugenden aber schwächt und verdunkelt: Nur das Oberflächliche, Alberne und Eitle gewinnt man von dem Fremden.

Ich will denn denn Haß, festen und bleibenden Haß der Teutschen gegen die Franzosen und ihr Wesen, weil mir die jämmerliche Äfferei und Zwitterei missfällt, wodurch unsere Herrlichkeit entartet und verstümpert und unsere Macht und Ehre den Fremden als Raub hingeworfen ward; Ich will denn Haß, brennenden und blutigen Hass, weil die Fremden laut ausrufen, sie seien unsere Sieger und Herren von Rechtswegen, und weil wir das nicht leiden dürfen. Laß die Franzosen in Frankreich Franzosen sein, in Deutschland sollen sie es nicht sein; da müssen sie und ihre Anhänger und Evangelisten geächtet sein und als Hochverräter an dem Lande und Volke bestraft werden; da ist die einzige Menschlichkeit diejenigen zu vertilgen, welche das göttliche und menschliche Recht durchbrechen und sich frevelhafter Tyrannei anmaßen; da ist die einzige menschliche und christliche Pflicht, die Schade auszurotten, und den Frevel zu demütigen.

Ich will den Hass gegen die Franzosen, nicht bloß für diesen Krieg, ich will ihn für immer. Dann werden Deutschlands Grenzen auch ohne künstliche Wehren sicher sein, denn das Volk wird immer einen Vereinigungspunkt haben, sobald die unruhigen und räuberischen Nachbarn überlaufen wollen. Dieser Haß glühe als die Religion des deutschen Volkes, als ein heiliger Wahn in allen Herzen und erhalte uns immer in unsrer Treue, Redlichkeit und Tapferkeit. (…)

Dieser Haß mache Teutschland den Franzosen künftig ein unangenehmes Lande, wie England ihnen ein unangenehmes Land ist. Die beiden Völker haben beieinander nichts zu tun, die Franzosen haben ihnen selbst Landes genug, wir haben es auch bei uns.

Und auch die Künste und Wissenschaften gewinnen von einer Trennung, weil aus dem Gemischten und Wiedstrebenende nichts Hohes und Reines hervorgehen, sondern nur aus dem Einfachen und Übereinstimmenden, […]

Gerade weil wir in der Mitte (Europas) liegen, strömen alle verschiedenen Völker Europens immer auf uns ein und suchen uns wegzudrängen. (…) Wir haben also mehr als alle anderen Völker Ursache, dass das Eigentümliche und Besondere, was uns als Deutsche auszeichnet, durch die Völkerflut und Geistesflut nicht weggespült und weggewaschen werde. (…)

(…) dass ich es mit einem Wort sage, damit der Deutsche der große geistige Spiegel der Welt bleiben könne, muss er seine Eigentümlichkeit nicht verschleifen noch vertändeln; er muss ein Deutscher bleiben.“

„Geist der Zeit 4. Teil“ Leipzig o.Jg.:

Deutsche Art hat es wohl immer gegeben … [5.148]

Allein wo das Germanische war, im höchsten Norden, bis zu Norwegens Schneebergen und Islands öden Küsten, und im tiefsten Süden, in Hispanien und Italien, hat es jene Blüten einer neuen, jugendlichen, christlichen Welt hervorgelockt; andere Völker, zum Beispiel die Ungarn und Polen, haben wohl auch das römische Christentum empfangen und mit demselben schöne Sitte und Zucht, aber jene gewaltige Kraft in Tat, Kunst und Werk haben sie daraus weder saugen noch entwickeln können. Ich berufe mich hier auf die Geschichte. [1.12]

Das Stillwirkende, Stillsinnende und Stillbetrachtende, das Innige, Freundliche, Christliche, daß die Lehre des göttlichen Erlösers in sich aufnehmen und zur Gestalt der neuen Welt ausbilden konnte, das allgemein in dem Charakter und Gemüte der Germanen Liegende, ist oben schon angespielt und angedeutet als der große Urkeim, ohne welchen alle die Herrlichkeit nimmer hätte werden können. [1.14]

Und was ist der Haß, was ist denn Abneigung gegen ein fremdes Volk? Ihr wisset nicht, was Ihr scheltet. So ist die Beschränktheit des einzelnen Menschen und des ganzen Volkes, daß sie nicht alles dürfen, daß sie nicht alle Triebe, Kräfte, Gelüste, Fertigkeiten, Anlagen der ganzen Welt in sich tragen […] dürfen. Wenn ich sage, ich hasse den französischen Leichtsinn, ich verschmähe die französische Zierlichkeit, mir mißfällt die französische Geschwätzigkeit und Flatterhaftigkeit, so spreche ich vielleicht einen Mangel aus, aber einen Mangel, der mir mit meinem ganzen Volke gemein ist. Ebenso kann ich sagen: Ich hasse den englischen Übermut, die englische Sprödigkeit, die englische Abgeschlossenheit. Diese gehaßten und verachteten und getadelten Eigenschaften sind an sich noch keine Laster, sie hängen bei den Völkern, die sie tragen, vielleicht mit großen Tugenden zusammen, die mir und meinem Volke fehlen. Darum lasst uns die Franzosen nur recht frisch hassen, lasst uns unsre Franzosen, die Entehrer und Verwüster unserer Kraft und Unschuld, nur noch frischer hassen, wo wir fühlen, dass sie unsere Tugend und Stärke verweichlichen und entnerven. [5.157]

Denn kein schlimmerer Krebs hat an uns genagt als dieser welsche, mit welchem Schwächlichkeit und Fratzereien und Zierereien aller Art zu uns gekommen sind. [5.162]

Mann sollte die Einfuhr der Juden aus der Fremde in Deutschland schlechterdings verbieten und hindern. […] Die Juden als Juden passen nicht in diese Welt und in diese Staaten hinein, und darum will ich nicht, daß sie auf eine ungebührliche Weise in Deutschland vermehrt werden. Ich will es aber auch deswegen nicht, weil sie ein durchaus fremdes Volk sind und weil ich den germanischen Stamm so sehr als möglich von fremdartigen Bestandteilen rein zu erhalten wünsche. […]

Ein gütiger und gerechter Herrscher fürchtet das Fremde und Entartete, welches durch unaufhörlichen Zufluß und Beimischung die reinen und herrlichen Keime seines edlen Volkes vergiften und verderben kann. Da nun aus allen Gegenden Europas die bedrängten Juden zu dem Mittelpunkt desselben, zu Deutschland, hinströmen und es mit ihrem Schmutz und ihrer Pest zu überschwemmen drohen, da diese verderbliche Überschwemmung vorzüglich von Osten her nämlich aus Polen droht, so ergeht das unwiderrufliche Gesetz, daß unter keinem Vorwande und mit keiner Ausnahme fremde Juden je in Deutschland aufgenommen werden dürfen, und wenn sie beweisen können, daß sie Millionenschätze bringen. [zitiert nach: „Weltgeschichte im Aufriß“, Bd. 2, Verlag Diesterweg, Frankfurt/Main 1978, Seite 191]

Wenn dieses Brüderliche, Gemeinsame und Deutsche wieder in Dir atmet und glühet, deutsches Volk, dann muß auch Zorn und Rache in dir atmen und glühen, dann mußt du auch den heiligen und von Gott und Natur gebotenen Haß gegen deine Unterdrücker walten lassen; der Name Franzos muß ein Abscheu werden in deinen Grenzen, und ein Fluch, der von Kind auf Kindeskind erbt.

Hinweg mit dem mattherzigen Mitleid, mit der erbärmlichen und weinerlichen Halbheit, die sich den Teufel gefallen lässt und die Hölle anmutig findet. Geschieden werden das Fremde und Eigene auf ewige Zeit, geschieden werde das Französische und Deutsche, nicht durch Berge, nicht durch Ströme, nicht durch chinesische und kaukasische Mauern, nein, durch die unübersteigliche Mauer, die ein brennender Haß zwischen beiden Völkern aufführt! [a.a.O.]

Die Deutschen sind nicht durch fremde Völker verbastardet, sie sind keine Mischlinge geworden, sie sind mehr als viele andere Völker in ihrer angeborenen Reinheit geblieben und haben sich aus dieser Reinheit ihrer Art und Natur nach den stetigen Gesetzen der Zeit langsam und still entwickeln können; die glücklichen Deutschen sind ein ursprüngliches Volk…;

jedes Volk wird nur dadurch das Beste und Edelste werden und das Beste und Edelste hervorbringen können, daß es immer das Kräftigste und Schönste seines Stammes ausliest und mit eineinander zeugen läßt… Diese Theorie, die in der Regel gewiß Stich hält, sollte von den Gesetzgebern mehr ins Auge gefaßt werden. Sie haben mehr auf reines und gleiches Blut gesehen als wir.

Zitate nach Weltgeschichte im Aufriss, Bd. 2, Verlag Diesterweg, Frankfurt/Main:

Freundiger Tod fürs Vaterland

Wenn bei dem ersten Sturm Deutschland nicht wieder auseinanderfallen soll, wenn die Reichsfeinde nach einer oder zwei gewonnenen Schlachten vom Rhein nicht wieder bis Wien und Berlin ungestraft sollen marschieren dürfen, so muß uns eine geistige Kraft gegeben werden, ein Stolz auf eine edle Freiheit und eine Zuversicht auf Gesetz und Recht, welche die Menschen freudig in den heiligen Tod fürs Vaterland treibt. [2.57]

Der Pädagoge

War es nicht so, und ist es leider in vielen Häusern nicht noch so, daß der Sohn und die Tochter des Fürsten, Grafen und Freiherrn, sowie er den Windeln entsprang, und die ersten unvernehmlichen Naturlaute zu stammeln begann, von einem Franzosen oder einer Französin ergriffen ward, oft das loseste und leichteste Gesindel, das von dem eigenen Vaterlande ausgestoßen war, den groben und dummen Alemannen aber immer noch gut genug schien? Diese trieben acht bis zehn Jahre mit den armen Kindern ihr welsches Spiel und tauchten sie so lange in die französische Zierlichkeit unter, bis die rauhe, deutsche Rinde, womit sie oft schon zur Welt gekommen warn, ihnen abgeglättet deuchte. [5.164]
[…]so daß die Kraft und die Herrlichkeit, die in einem Fürsten- oder Grafensohn vielleicht einmal die Wonne und der Stolz des Vaterlandes geworden wäre, nun von Jugend auf zerknickt und gelähmt ward,

und daß häufig elende Kümmerlinge und Halblinge wurden, welche ihrem Wesen und Streben nach weder den Franzosen noch den Deutschen, ja oft gar keinem Volke angehörten. Ja ich sage es geradezu, den meisten wäre es tausendmal besser gewesen, wenn man sie statt dieser weltlichen Verzierlichung und Abglättung zu den Bauern aufs Land und zu den Köhlern und Förstern in den Wald geschickt hätte das Vieh hüten oder dem Wilde nachstellen lassen. [5.165]

Der erste große Anfang wäre die völlige Verbannung und Ächtung der französischen Sprache von den Höfen und aus den sogenannten vornehmen Zirkeln [5.172]

Ich habe wiederholt, […] daß der Deutsche, welcher seiner Töchter in welscher Sprache unterweisen lasse, sie gleichsam zu Huren der Fremden bilde. Das könnte nun wörtlich verstanden werden, wobei die Angeklagten noch am besten wegkommen würden; aber das ist eben nicht nötig. Sondern es ist eine viel schlimmere Hurerei gemeint, als die mit den Leibern getrieben wird, es ist die Hurerei des Geistes gemeint, jene, die so oft in der Bibel angeführt wird, wovon es heißt: Und Israel sündigte und fiel ab und hurete mit den Kindern Ammon und Moab und Amalek und ihren Götzen, jene Hurerei, wo Babel die große Hure genannt wird. [5.174]

Denn ich sage es endlich – und die das Deutsche verstehen, verstehen auch meine Worte – schon in der welschen Sprache an sich , ist ein Lüge und Eitelkeit und ein Bewußtsein der Sünde und ein Mangel der Unschuld, welche den Isis-Schleier zu früh lüpfen, von welchem man wünschen sollte, daß er über den weiblichen Herzen ewig hängen bliebe. [5.178]

[…] die Sünde mit einem Halbschirm von Tugend und Anmut verzieren, wird unserer Sprache gottlob! tausendmal schwerer, als es der französischen ist. [5.179]

Ich möchte fest behaupten, daß in dem Bezirke zwischen dem Harz und der Weser und dem Rhein ein solcher Reichtum an Grundwörtern und Grundbildern der Sprache liegt, daß ich die Wurzeln der meisten germanischen Sprachen und gewiß ein gutes Drittel der griechischen Sprache dort wiedertreffen will. [7.212]

Über diese tiefen und verborgenen Dinge ließe sich wohl ein Tiefsinniges sagen und spielen. Es dürfte vielleicht nicht zu kühn sein, anzudeuten, daß eine Zeit kommen könnte, eine Stufe der Bildung und Entwicklung, wo die romanisierten Sprachen und andere ihnen ähnliche in Verzweiflung geraten müßten, für diese Zeit und für ihre Erscheinungen und Bilder die neuen Zeichen zu finden. […] Wenn eine solche Zeit käme, könnte sich wohl begeben, daß die Germanen, welche ihr Uraltes rein erhalten und bewahrt haben, die Deutschen, Holländer, Schweden, Dänen, Norweger, im geistigen Reigentanz notwendig, die Vortänzer werden müßten. [7.197]


Share