Kategoriearchive: Senat

Heute: Erste Arndt-Debatte im Senat seit 1933

Heute wird im Senat der Universität Greifswald endlich und erstmals über den Namenspatron gestritten.

Die Sitzung beginnt um 14 Uhr im Unihauptgebäude und ist öffentlich. Die vom Senat eingerichtete Kommission wird ihre Ergebnisse vorstellen und es wird eine  Debatte über den Namenspatron erwartet.

Dies wäre die erste Debatte über Arndt seit der Namensaufnahme 1933 . Warum? Im Jahre 1945 wurde der Namen ohne Debatte,  stillschweigend aus den Dokumenten gestrichen. Einen offiziellen Beschluss des Senats brauchte es damals nicht. Erst 1954 wurde der Name dann wieder aufgenommen. Der Senat traf diesen Beschluss jedoch laut Protokoll „ohne Aussprache“. Bis 1990 passierte dann nichts. In den letzten 20 Jahren wurden dann zwar viel über Ernst Moritz Arndt in der Öffentlichkeit gestritten, jedoch nie im Senat.

Auch nicht im Juni letztens Jahres, als 1200 Studenten die Ablegung des Namens forderten. Stattdesen beschloss der Senat eine Kommission zu gründen und schob so die unbequeme Debatte ab. Heute könnte es nun also zur ersten „echten“ Aussprache über Arndt seit 1933 kommen.

Die Entscheidung über die Ablegung soll jedoch erst in der nächsten Senatssitzung am 17. März fallen.

Das Uni ohne Arndt Team freut sich auf die Debatte und ist gespannt, welche Früchte die Debatte des letzten Jahres nun trägt.

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Erfolg: Senat stimmt eine Namensprüfung zu!

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Der Senat tagt

Fast unglaublich: Der Senat hat heute einer Kommission zugestimmt, welche den Namenspatron der Universität überprüfen soll. Ein großer Erfolg für die Vollversammlung! Mit 22 Ja-Stimmen, einer Nein Stimme und etlichen Enthaltungen.

Zwar ist damit der Namen noch nicht abgelegt. Aber es ist ein weiterer Schritt genommen! *ein schöner tag*

Hier könnt ihr Euch den Senatsbeschluss herunterladen. Hinter dem Klick findet ihr unsere ganze Pressemitteilung. Weiterlesen

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Arndt-Debatte bald im Senat

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Senat der Uni Greifswald

Dank des Engagements der studentischen Senatoren, unter anderem Thomas Schattschneider und Paul Dederer, werden die Beschlüsse der Vollversammlung vom 17. Juni 2009 nun bald im Senat diskutiert. Diese Vollversammlung mit über 1200 Studenten hatte mit einem eindeutigen Votum gefordert, den antisemitischen und rassistischen Namenspatron „Ernst Moritz Arndt“ innerhalb der Studierendenschaft abzulegen. Das Studierendenparlament und der AStA sind dem bereits gefolgt und werden den Namen nicht mehr nutzen.

Die Vollversammlung beschloss aber auch, dass der Senat, das höchste Gremium der Universität, in einer Urabstimmung im Januar 2010 zur Ablegung des Namens aufgefordert werden soll. Mit Blick auf die Urabstimmung brachten die studentischen Senatoren nun diesen Antrag in den Senat ein.

Im Antrag beabsichtigen die Senatoren die Möglichkeiten eine Umbenennung der Universität von der Verwaltung, der Satzungskommission und der Wissenschaft ausloten zu lassen. Student und Mitinitiator Moritz-Mathis Felder hofft, dass der Antrag im Senat eine Mehrheit findet:

„Der Senat sollte zunächst die notwendigen Fakten sammeln, um dann im Januar 2010 eine informierte Entscheidung treffen zu können. Sollte bereits der Antrag auf Prüfung einer Umbenennung abgelehnt werden, wäre dies nicht nur ein Schlag in das Gesicht der über 1200 Studenten der Vollversammlung, sondern auch das klare Signal der Universität, dass sie das dunkle Kapitel der Namensverleihung im dritten Reich nicht aufklären will.“

Termin dieser öffentlichen Sitzung ist am 15.7. um 14 Uhr im Hauptgebäude der Universität.

Bildquelle: webMoritz.de Archiv

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