Auf der Vollversammlung am 17. Juni hielt Professor Werner Bucholz eine Rede. Darin reflektiert er einige häufig gebrauchte Pro- und Gegenargumente Argumente zum Thema “Ernst Moritz Arndt”. Buchholz ist Professor für pommerische Landesgeschichte in Greifswald.
Jetzt hat uns Herr Buchholz freundlicherweise diese Rede zur Verfügung gestellt. Sie enthält einige spannende Argumente zum Thema Umbenennung. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen…
_“Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen!
Für die Einladung des AStA, hier auf dieser Vollversammlung eine kurze Ansprache über die Problematik des Namenspatrons Ernst Moritz Arndt zu halten, darf ich mich bei Ihnen sehr herzlich bedanken.
Ernst Moritz Arndt ist eine Kultfigur für Neonazis und Rechtsextremisten. Nicht zuletzt hat der Reichsminister Dr. Joseph Goebbels ganze Passagen aus Arndts Schriften in seine Reden übernommen. Über fünf Jahrzehnte lang hatte Arndt Völker- und Fremdenhass, Krieg und Antijudaismus gepredigt. Das meiste davon, und das ist nicht wenig, liegt gedruckt vor. Es ist dieses gedruckt vorliegende Werk, das Arndt zur Kultfigur von Neonazis und Rechtsextremisten machte.
Dies alles ist seit Jahren bekannt.
Diese Hintergründe wurden im Zusammenhang mit dem Arndt-Kolloquium im Jahre 2001, das auf Anregung des damaligen Rektors stattfand, aufgearbeitet und der Öffentlichkeit im Druck zugänglich gemacht. Sechs Greifswalder und ein Hamburger Professor trugen Ergebnisse ihrer Forschungen vor und veröffentlichten diese anschließend in den Heften der Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft (Band 8, 2003). Neben Historikern hatten sich auch Literaturwissenschaftler beteiligt. [Die ganze Rede lesen hinter dem Klick]
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