Rückblick: Eine der größten sozialen Bewegung der Unigeschichte

Die Arndt-Debatte des Jahres 2009 hat im März mit der Entscheidung des Senats ein Ende gefunden. Wir wollen noch einmal auf eine der größten sozialen Bewegungen zurückschauen und uns bei allen Unterstützern bedanken. Das Thema wird vom alten „Uni ohne Arndt“ Team nicht weiter aktiv vorangetrieben. Ein Problem der Uni wird das Thema jedoch sicher auch in Zukunft bleiben. Es bleibt eine Leiche im Keller und eine große Belastung für das Image der Universität.

Für die Infografik bedanken wir uns bei Daniel Focke. Ihr könnt Euch die Infografik vergrößern, indem ihr sie anklickt. Mehr Details und Nachweise zu allen einzelnen Punkten haben wir in diesem und diesem Word-Dokument für Euch zusammengefasst. (Update August 2010: *Einige Unterstützer wurden aus Datenschutzgründen entfernt*)

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14 Antworten auf “Rückblick: Eine der größten sozialen Bewegung der Unigeschichte

  1. ret_marut

    Ob es sich wirklich um "eine der größten sozialen Bewegungen der Unigeschichte" handelt, will ich jetzt nicht bewerten. Auf jeden Fall war es eine wichtige Auseinandersetzung für das Selbstverständnis dieser Uni und zum Umgang mit der eigenen Geschichte.
    Die "offizielle" Universität (Rektorat, Senat, aber auch die Pressestelle der Uni) hat sich bisher nicht durchringen können, sich wirklich mit der nicht immer sehr appetitlichen Geschichte der Universität Greifswald auseinanderzusetzen und die Geschichte kritisch aufzuarbeiten.
    Ich denke, die Initiative Uni ohne Arndt hat jedenfalls den Muff unter den Talaren aufgezeigt und Ansätze geliefert, wie eine kritische Auseinandersetzung mit Universitätsgeschichte sinnvollerweise ablaufen sollte.

    Das Projekt "Initiative Uni ohne Arndt" sei daher allen nachfolgenden Studierendengenerationen ein lehrendes Beispiel, daß es sich lohnt, gemeinsam für Veränderungen an der doch etwas knöchernden Greifswalder Universität einzusetzen. – Das Problem "Arndt" bleibt als "Leiche im Keller" weiterhin bestehen. Jetzt liegt es an anderen, irgendwann den Staffelstab wieder aufzunehmen und für progressive Verhältnisse an der Uni zu sorgen.

  2. 007testbild007

    auch die Zahlen täuschen nicht darüber hinweg, dass die Befürworter Arndts aus allen Bevölkerungsschichten, allen Altersgruppen und jeglicher Coleur bestand und zahlenmässig weit über den Gegner herausragen…

    Und für zukünftige Initiativeb dieser Art noch ein kleiner Rat: Falls Ihr vorhabt die Befürworter Arndts wieder in einen Topf mit Nazis und Rechtsextremen Idioten zu werfen rate ich Euch den Schulterschluss mit Antideutschen und Linksextremen zu vermeiden… Wer im Glashaus sitzt und so, ne 😉

    1. Jonas

      Die scheinst noch immer nicht ganz mitgekriegt zu haben, dass die Initiative nie alle Arndt- Befürworter mit Rechtsextremen in einen Topf geworfen hat! Von dem "Schulterschluss mit Antideutschen" etc. mal ganz abgesehen.
      Wenn jedoch rechtsextreme Gruppierungen und Parteien, sowie Zeitungen aus dem rechten Spektrum (z.B. "Junge Freiheit" oder "zuerst") sich mit Arndt solidarisieren, wird das wohl eine Erwähnung wert sein. Schließlich muss sich die Uni die Frage gefallen lassen, wieso gerade solche Gestalten plötzlich ihre Stimme für einen Namenspatron erheben, der letztlich untragbar ist.

      1. 007testbild007

        während die Frage warum Mitglieder von verfassungsschutzbekannten linksextremen Organisationen sogar Pressesprecher bei UoA waren lieber nicht gestellt werden soll…

        Und schon gar nicht die Frage warum gewaltbereite Gruppen Sachbeschädigungen mit hässlichen Aufklebern dümmsten Inhalts und Klebeband vornehmen um gegen den Namen zu agieren…

        letztlich alles Argumente die die weise Einschätzung des Senats mitbestimmt haben 🙂
        Demokratisch eingestellte Menschen haben nämlich beide Augen auf und sind wachsam gegen links und rechts…

        1. ret_marut

          Meines Wissens wurde weder die Initiative Uni ohne Arndt noch die universitäre Diskussion über Arndt vom Verfassungsschutz als "linksextremistisch" angesehen, warum auch?

          Gilt es bei Dir mittlerweile als "extrem", sich Gedanken über den Namenspatron seiner/ihrer Uni zu machen? Der Name wurde schließlich von Deutschnationalen und Nazis 1933 dieser Universität übergestülpt und damit der bisherige Name zugunsten eines völkischen Namenspatrons getilgt.
          Und besagter Patron ist zu Lebzeiten u.a. durch antirepublikanische Demagogie und antisemitische Schriften bekannt geworden. – Aber das iwird Dir als aufmerksamer Beobachter der Debatte auch nicht entgangen sein.

          Daß es sich bei Arndt-Bewahrer_innen wie "Junge Freiheit", "Zuerst!", "NS Greifswald", Altermedia und der "Greifswalder Bote" (ergo: SNBP) um Vertreter_innen der Neuen Rechten bzw. sogar bekennende Nazis handelt, die gerne die Uhr in die Vormoderne zurückdrehen möchten, wirst auch Du nicht bestreiten können. Ich finde es gut, daß die Initiative Uni ohne Arndt immer wieder warnend darauf hingewiesen hat, wer alles im Kielwasser der Pro-Arndt-Kampagne mitschwimmt.

          "Demokratisch eingestellte Menschen haben nämlich beide Augen auf und sind wachsam gegen links und rechts… "
          Wachsamkeit ist immer löblich, nur steht der Feind des gesellschaftlichen Fortschritts eben seltenst links, sondern meist rechts. Das war schon zu Arndts Zeiten so, als die republikanisch-demokratischen Ideen und Errungenschaften, die mit der französischen Revolution nach Deutschland kamen, durch den deutschen Adel bekämpft wurden. Dazu bedienten sich die reaktionären Landesfürsten nichtregulärer Freikorpsverbände sowie eines ausgiebigen Propagandaapparates. In letzterem war (in preußisch-russischem Dienste) Ernst Moritz Arndt eingesetzt, der sich dort mit Haßschriften als Demagoge ausleben durfte.

  3. 007testbild007

    Und wenn Du es auch immer wieder versuchst. Du selbst bist als Mitglied der Roten Hilfe Greifswald bekannt. Dazu steht selbst bei Wikipedia schon :
    "die Rote Hilfe e.V werde von „Linksextremisten unterschiedlicher ideologisch-politischer Ausrichtung“ getragen und unterstützt. Zudem werde fallweise mit militanten ausländischen Gruppierungen in Deutschland zusammengearbeitet.[1]"

    Dank der Arndt Debatte ist mir nun völlig klar wie einige ticken. Den Begriff Antideutsche kenne ich wirklich erst seit der Debatte. Mir ist es egal wer meine Freiheit bedroht. Ob es linksextreme oder rechtsextreme sind spielt für mich wirklich keine Rolle. 🙂

    Du bist ein ganz Grosser wenn es darum geht auf Deinen politischen Gegner zu zeigen. Transparenz nach innen fehlt dafür völlig. Mal ehrlich, Dein Kommentar passte doch garnicht auf meinen Kommentar. Und ablenken ist nicht so ganz Deine Stärke. Auf mich schien das jetzt eher wie Dummstellen 🙂

    1. ret_marut

      1. Die Initiative Uni ohne Arndt ist ein Zusammenschluß von Studierenden ganz unterschiedlicher politischer und sozialer Herkunft. Gemeinsame Arbeitsgrundlage war und ist die Kritik am Uni-Namen und am Umgang damit. Dazu kommt eine generelle Absage an rassistisches, völkisches und antisemitisches Denken und das Interesse an Aufarbeitung der braunen Geschichte dieser Uni. Wir sind sowohl finanziell als auch organisatorisch unabhängig von irgendwelchen Dritten.

      2. Es ist zwar müßig in diesem Zusammenhang auf die Rote Hilfe, die nun weder thematisch noch organisatorisch mit der Initiative Uni ohne Arndt zusammenhängt, einzugehen. Aber ich will doch noch kurz was dazu sagen, weil Du immer wieder den selben Unsinn verbreitest:

      Inwiefern ist die Rote Hilfe, die sich als bundesweiter Solidaritätsverein um die finanzielle und politische Hilfe für Menschen kümmert, die wegen ihrer progressiven politischen Betätigung Strafverfahren, Bußgelder, Prozesse erhalten, denn "linksextremistisch"?

      Oder um es mal anders zu formulieren, denn darum geht es ja bei Dir im Kern: Welches konkrete Handeln der Roten Hilfe soll denn a) rechtswidrig sein oder b) gar gegen die Grundpfeiler des Bundes und der Länder (sog. FDGO) gerichtet sein? – Würde die Rote Hilfe a) rechtswidrig agieren, wäre wohl längst die Staatsanwaltschaft auf den Plan getreten und hätte entsprechend ein Strafverfahren eröffnet. Wäre die Rote Hilfe gar b) "verfassungsfeindlich", also verdächtigt, am Unterminieren der Integrität von Bund und Ländern beteiligt zu sein, wäre der Verein, den es immerhin seit 36 Jahren gibt, sicher längst vom Bundesinnenminister verboten worden. Weder das eine noch das andere ist aber der Fall.
      Ergo: Die Rote Hilfe ist so "verfassungsfeindlich" wie der ADAC, der DGB, Robin Wood oder das Rote Kreuz.

      PS: Vielleicht solltest Du Dir einfach mal die Zeitschrift der Roten Hilfe in der Bahnhofsbuchhandlung Greifswald kaufen, da wird ja regelmäßig dargestellt, wofür die Mitgliedsbeiträge und Spenden verwendet werden. Das Heft kostet auch nur zwei Euro.

  4. 007testbild007

    nene Jan – so nicht 🙂

    Eure Initiative hat sehr häufig von allen möglichen Personen und Initiativen eine Abgrenzung gegen Rechtsextremismus verlangt. Und Du als Pressesprecher der Uoa bist ein Mitglied in einer linksextremen Gruppe. Das hat die Öffentlichkeit rechtzeitig erkannt und entsprechen honoriert.

    Wer im Glashaus sitzt sollte tunlichst nicht mit Steinen werfen .

    Soweit mir bekannt ist wird weder dem ADAC noch dem roten Kreuz eine Zusammenarbeit mit militanten Gruppen vorgeworfen. Und es ist der verfassungsschutz der Euch als linksextrem einstuft, nicht ich . 🙂
    Das steht sogar bei Wikipedia :http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Hilfe_(Verein…..
    meine copy & paste Spielwiese 🙂

    P.S. Ich hatte es fast überlesen. Wäre die rote Hilfe verfassungsfeindlich wäre sie längst verboten hattest Du oben geschrieben. Es ist unter anderem die NPD welche Du damit in Schutz nimmst. Denn hey – wäre ja längst verboten wenn sie verfassungsfeindlich wäre. Du merkst selber das da was nicht stimmt, nicht wahr?

    1. ret_marut

      1. "Es ist unter anderem die NPD welche Du damit in Schutz nimmst. Denn hey – wäre ja längst verboten wenn sie verfassungsfeindlich wäre." – Ein bißchen doof biste ja schon, oder? Sonst wüßtest Du, daß Vereine nur durch den/die Bundesinnenminister_in (bzw. bei regionalen Vereinen die Landesinnenminister_innen) verboten werden können, eine Partei (wie die NPD) nur durch das BUNDESVERFASSUNGSGERICHT. Letzteres hat deutlich signalisiert, daß einem Verbot der faschistischen NPD anhand der vorgebrachten Belege nichts im Wege stehe; lediglich die VS-Informant_innen, die von den Innenminister_innen nicht abgezogen wurden, sind derzeit das Verbotshindernis. Hier ist es also letztlich der Verfassungsschutzapparat selber, der aktiv das Verbot einer faschistischen, verfassungsfeindlichen Partei verhindert!

      2. "Soweit mir bekannt ist wird weder dem ADAC noch dem roten Kreuz eine Zusammenarbeit mit militanten Gruppen vorgeworfen. Und es ist der verfassungsschutz der Euch als linksextrem einstuft, nicht ich . :)"
      a) Der VS hängt seit 1973 der Extremismusthese an. Dort wird allerdings nicht nach "extrem", sondern nach "extremistisch" sortiert. Das hätte ein kurzer Blick in einen VS-Bericht gezeigt. Die Definition "linksextrem" stammt ergo von Dir und nicht vom VS. – Denn ganz blöd ist der VS auch nicht.
      (Warum der VS sich die Extremismusthese, die in der Sozialwissenschaft längst ad acta gelegt wurde, bedient, steht auf einem ganz anderen Blatt.)

      b) Stellt sich erst einmal die Frage, was Du unter "militante Gruppen" verstehst? Geht es dabei um bestimmte Aktionsformen? Oder geht es dabei grundsätzlich um Gruppen aus dem autonomen Spektrum? Ist vielleicht gar der DGB für Dich schon eine "militante Gruppe"? Oder sind linke Jugendgruppen wie die Jungsozialist_innen, die Jungdemokrat_innen, DGB-Jugend, die SDAJ, die Grüne Jugend, die Naturfreundejugend, VVN-BdA-Jugend oder SJD Die Falken für Dich "militante Gruppen"?
      Daß die Rote Hilfe im Bereich Antirepression und Kampf gegen Überwachungsmaßnahmen mit verschiedendsten Gruppen unterschiedlichster Coleur in Bündnissen zusammenarbeitet, ist doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit und überdies auch kein Geheimnis. Schau Dir z.B. an, mit wem die Rote Hilfe seit 2007 aktiv im Bündnis gegen Vorratsdatenspeicherung zusammenarbeitet: Das reicht von der FDP bis hin zu autonomen Gruppen. (Und wirfst Du der FDP jetzt auch vor, mit "militanten Gruppen" zusammenzuarbeiten und daher "linksextrem" zu sein??) http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/vie
      Ebenso arbeitet die Rote Hilfe in lokalen Bündnissen gegen Repression, beispielsweise in Göttingen (weil ich die aktuelle Broschüre kürzlich in Händen hielt):http://politische-justiz.org/17 – Auch hier ein aktives Bündnis für Zivilcourage und gegen politische Justiz, das von den Grünen bis zu autonomen Gruppen reicht. – Sind die jetzt alle "linksextrem" oder "verfassungsfeindlich", weil sie zusammenarbeiten?

      3. Die Rote Hilfe arbeitet völlig legal und in Übereinstimmung mit unserem Rechtssystem: Sie leistet Unterstützung für Menschen, die (wegen ihrer politischen Betätigung) mit Ermittlungs- bzw. Strafverfahren konfrontiert werden. Was genau ist daran nun "verfassungsfeindlich" oder "extremistisch", Freund der Sonne?

      4. Zivilgesellschaftliche Gruppen aus der Linken mit Faschist_innen und Rechtsextremen gleichzusetzen, sagt so einiges über Dein krudes Geschichts- und Gesellschaftsverständnis aus.

      1. 007testbild007

        "Ein bißchen doof biste ja schon, oder? "

        alle sind doof die nicht Deiner Meinung sind – nicht wahr 🙂
        Deswegen lassen wir das mal lieber sein bevor Du noch einen Herzinfarkt bekommst.
        Schade, dass gerade Du der immer als unfehlbar auftritt und ständig um Sachlichkeit bemüht scheint jetzt zur persönlichen Beleidigung greift. Das werte ich mal als Eingeständnis, dass Deine eigenen Argumente kein weiterkommen ermöglichen.

        Ich bleib dabei: Personen wie Du oder irgendwelche Nazis sind gleichermassen eine Bedrohung für unsere demokratische freie deutsche Gesellschaft…

        Du hast bereits angedeutet, dass die BRD für DIch keine Legitimation hat…Wie stehst Du denn zu Deutschland..?

        1. nixdadeutschland

          Kennst du den Sprechgesang "Deutschland ist scheiße, ihr seid die Beweise" – Trifft genau auf dich zu, Testbild!

          1. 007testbild007

            auch wemm das jetzt arg OT wird…
            ich kenne besagten Sprechgesang leider nicht…sprechsingen das Deine Freunde immer?
            Hast Du eine Begründung für Deinen Kommentar oder darf das als Kommentar eines Uni ohne Arndt Unterstützers hier so stehenbleiben..?

          2. nixdadeutschland

            Ich würde mich nicht als Uni ohne Arndt Unterstützer bezeichnen, eher als Befürworter einer Namensablegung. Du verstehst da schon wieder was falsch!

  5. 007testbild007

    Du bist gegen -Deutschland- ähhhh Ernst Moritz Arndt und somit Unterstützer der Initiative 🙂

    Lies mal ausnahmsweise einen Artikel unter dem Du etwas schreibst. Wortmeldung sowieso aber auch *klick* bei "Gruppe beitreten" reicht aus um hier als Unterstützer gezählt zu werden 🙂
    Da die Begründung ausblieb nehme ich an Du wolltest nur ein wenig pöbeln gegen mich… gern geschehen 🙂

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