Das AStA Magazin “KontrASt” des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) in Hannover hat unserer Initiative einen vierseitigen Artikel gewidmet über den wir uns sehr freuen. Hier einige Auszüge:
“Die Kampagne Uni ohne Arndt ist nicht nur auf Grund ihres für Studiproteste ungewöhnlichen Aktivitätsfeldes einzigartig. Auch die Aktionen sind dem Thema entsprechend ungewöhnlich. Kundgebungen, Demos, Besetzungen — Fehlanzeige. Die auffälligste Form des Protestes gegen den ungeliebten Autoren Arndt sind Lesungen seiner Werke durch einen Doppelgänger. Das Arndt-Double verliest dabei Ausschnitte aus den Werken Arndts, in denen Antisemitismus, Rassismus, Frankreichhass und völkischer Nationalismus offen zutage treten. Die Auswahl ist erschreckend groß. [...]
Die inhaltliche Tiefe, mit der sich die Studierenden mit Arndts Texten beschäftigt haben, ist ein krasser Kontrast zu den flachen Bildungsraubbauparolen, die mensch in Hannover gewohnt ist. Bemerkenswert sind auch die Offensivität mit der das Thema in die Öffentlichkeit getragen wurde und nicht zuletzt das Durchhaltevermögen der Protestierenden, die trotz unverhohlener Drohungen ― teils von Seiten gewaltbereiter Nazis, an der Kampagne festhielten. [...]
Bei den Arndtbefürworter_innen sprang die Freude [...] sehr schnell in Häme um. Dabei nahmen sie sich weiterhin keine Zeit sich mit ihren eigenen Mitstreiter_innen kritisch auseinander zusetzen und übersahen die „Nationalen Sozialisten“ in ihrenReihen wohlwollend. Diese nahmen ihren Sieg als Anlass auf ihrem Blog die Kampagne Uni ohne Arndt zu diffamieren.Es bleibt zu hoffen, dass den konservativen Arndtanhänger aus den bürgerlich-demokratischen Parteien CDU und FDP, mit ihrer Nähe zu offen auftretenden Nazis konfrontiert werden.”
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Die inhaltliche Tiefe, mit der sich die Studierenden mit Arndts Texten beschäftigt haben, ist ein krasser Kontrast zu den flachen Bildungsraubbauparolen, die mensch in Hannover gewohnt ist. Bemerkenswert sind auch die Offensivität mit der das Thema in die Öffentlichkeit getragen wurde und nicht zuletzt das Durchhaltevermögen der Protestierenden, die trotz unverhohlener Drohungen ― teils von Seiten gewaltbereiter Nazis, an der Kampagne festhielten. [...]
Juni 1st, 2010 at 12:10
Damit jedem auch gleich die Qualität des Artikels erkennbar wird ein weiterer Auszug aus dem Heft.
Bereits vor der Senatssitzung Standen sich Arndtbefürworter_
innen und -gegner_innen gegenüber.
Ein ekliger Mix aus Konservativen, Burschenschaftlern
und Nazis hielt eine Mahnwache ab und
stand der Initiative Uni ohne Arndt gegenüber, die
ihrerseits den Abschied von Arndt feierte.
Bei der entscheidenden Senatssitzung am 17.3. jedoch,
bestätigte der Senat die Beibehaltung Arndts
im offiziellen Uninamen. So votierten nur 14 der
36 Senator_innen gegen Arndt. Die restlichen Mitglieder
dieses eher konservativen akademischen
Gremiums entschlossen sich die kritischen Stimmen
von Wissenschaftler_innen und Studierenden
zu überhören. Tradition und Kosteneinsparungen
wiegen im Zweifel dann offenbar doch schwerer
als unliebsame Inhalte.
Bei den Arndtbefürworter_innen sprang die Freude
über die vereitelte Verunglimpfung ihres Lokalhelden
sehr schnell in Häme um. Dabei nahmen
sie sich weiterhin keine Zeit sich mit ihren eigenen
Mitstreiter_innen kritisch auseinander zusetzen
und übersahen die „Nationalen Sozialisten“ in ihren
Reihen wohlwollend. Diese nahmen ihren Sieg
als Anlass auf ihrem Blog die Kampagne Uni ohne
Arndt zu diffamieren.
Es bleibt zu hoffen, dass den konservativen Arndtanhänger
aus den bürgerlich-demokratischen Parteien
CDU und FDP, mit ihrer Nähe zu offen auftretenden
Nazis konfrontiert werden.
Juli 15th, 2010 at 10:04
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