Fazit: Arndts Rassismus unter Historikern wissenschaftlicher Konsens

Seit über einem Jahr versuchen die Arndt-Befürworten seinen Antisemitismus, Rassismus, völkischen Nationalismus zu leugnen, zu verharmlosen oder davon abzulenken.  Wir haben uns noch mal auf die einjährige Debatte zurück geschaut und geprüft, welche Wissenschaftler die Position der Arndt-Bewahrer unterstützen.

Diese Zahl ist – gemessen an ihrer Lautstärke – erstaunlich gering. Gerade einmal 5 Wissenschaftler haben wir gefunden. Dem gegenüber stehen 18 Wissenschaftler, die Arndt als Rassisten und Antisemiten einstufen UND öffentlich der Universität eine Umbenennung empfehlen. Interessant ist der Vergleich zu 2001: Auch damals waren schon die selben Arndt-Befürworter aktiv. Sie konnten jedoch in der Debatte 2009/2010 kaum einen ihrer Historiker-Kollegen für ihre Position überzeugen.

Gezählt haben wir hier übrigens nur Historiker oder Arndt-Experten, die sich durch eigenständige Beiträge zu Wort gemeldet haben. Politische Statements von Politikern, wie der CDU in Form von Leserbriefen, Pressemitteilungen o.ä. haben wir nicht gezählt. Die ganze Liste hier als  Word.doc.

Umbenennungs-Befürworter:

Arndt-Anhänger:

Prof. Dr. Ute Daniel Dr. Dirk Alvermann
Historiker Hannes Heer Dr. Irmfried Garbe
Prof. Dr. Helmut Berding Prof. Dr. Reinhard Bach
Prof. Dr. Wolfgang Benz Prof. em. Reinhart Staats
Prof. Dr. Hubertus Buchstein Prof. em. Karl-Ewald Tietz
(Vorsitzender der Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft)
Prof. Dr. Walter Baumgartner
Prof. Dr. Arno Herzig
Prof. Dr. Werner Buchholz
Prof. Dr. Hartmut Lutz
Prof. Dr. Helmut Klüter
Historiker Peter Fasel
Prof. Dr. Walter Rothholz
Prof. Dr. Dr. Mariacarla Gadebusch Bondio
Prof. apl. Dr. phil. Kyra Inachin
Dr. habil. Benjamin Ortmeyer
Dr. Jörg Echternkamp
Literaturkritiker Rolf Hosfeld
Prof. Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann
Dr. Friedjof Strauß
(Die Liste ist länger. Aber wir haben hier nur eigenständige Statements berücksichtigt. Eine Liste mit allen Links zu den jeweiligen wissenschaftlichen Statements und Aufsätzen findet ihr hier als Doc.)

Uns erinnert die Debatte, ob Arndt Antisemit und Rassist sei, damit ziemlich stark an die sogenannte „Klima-Debatte“ in den USA. In den 90iger Jahren schafften es wenige Wissenschafter und Öl-Konzern Lobbyisten, die die Klimaerwärmung leugneten, in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, dass das Thema in der Wissenschaft „umstritten“ sei. Fakt ist: Die Arndt-Debatte gab es komischerweise nur in Greifswald und nur in der Ostsee-Zeitung. In dem ganzen Jahr gab es keine uns bekannte, wissenschaftliche Veröffentlichung, die Arndts Rassismus, Antisemitismus oder völkischen Nationalismus in Frage stellte. Im Gegenteil: Prof. Buchstein stellte vor kurzem klar, dass in sämtlichen Handbüchern und Lexika der Ideengeschichte die Position zu Arndt absolut eindeutig ist.

In Greifswald waren insbesondere die zwei Doktoren Garbe und Alvermann aktiv / radikal in ihren Positionen. Sie sorgten so Ihren Kollegen, etwa Prof. Stamm-Kuhlmann, bei Prof. Klüter, bei Prof. Arno Herzig, bei Prof. Buchholz und vielen anderen für zahlreiches Kopfschütteln. Ihre enorme öffentliche Wahrnehmung lässt sich wahrscheinlich durch ihre starke Position in Senatskommission erklären: Drei dieser fünf Arndt-Bewahrer saßen selbst in der Kommission. Die zwei anderen wurden in selbige zur Anhörung eingeladen.

Die ganze Liste mit allen Links nach dem Klick…

Wer sind die Umbenennungs-Befürworter?

Historikerin, TU Braunschweig, Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialforschung in Frankfurt/Main, hat maßgeblich die bekannte Ausstellung “Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944″ konzipiert.

Historiker, emeritierter Professor für Neuere Geschichte an der Justus-Liebig Universität Gießen, habilitierte 1972 über die napoleonische Herrschaft im Königreich Westphalen in den Jahren 1807-1813; seine Forschungsschwerpunkte sind das Zeitalter der napoleonischen Herrschaft sowie der moderne Antisemitismus.

Historiker, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, ist seit 1985 Mitbegründer und Herausgeber der “Dachauer Hefte” und seit 1992, Herausgeber des “Jahrbuch für Antisemitismusforschung”, Herausgeber des “Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart”, Mitherausgeber der “Enzyklopädie des Nationalsozialismus”; seine Forschungsschwerpunkte sind der deutsche Antisemitismus sowie das System des Nationalsozialismus.

Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität Greifswald

Nordistik, Universität Greifswald

Lehrstuhl Lehrstuhls für Pommersche Geschichte und Landeskunde

Historiker aus Hamburg. Schwerpunkt: Antisemitismus im frühen 19 Jahrhundert

Amerikanist, Universität Greifswald

Lehrstuhl Regionale Geographie, Universität Greifswald

Historiker & Buchautor aus Würzburg

Universität Stettin, Soziologisches Institut

Leiterin des Instituts für Geschichte der Medizin

Am Lehrstuhl Allgemeine Geschichte der Neuesten Zeit

Goethe-Universität Frankfurt am Main

Dozent an der Berliner Humboldt-Universität & Mitarbeiter am Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam

Literaturhistoriker

Lehrstuhl-Inhaber Allgemeine Geschichte der Neuesten Zeit

Mitarbeiter am Lehrstuhl Lehrstuhl für Nordische Philologie

Weitere eher ‚politische’ Statements gegen Arndt. Diese wurden oben nicht mit dazugezählt:

Mathematiker, TU Illmenau; von einem kanadischen Institut geehrt für sein wissenschaftliches Lebenswerk

Lehrbeauftragter bzw. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Universität Greifswald

Mitarbeiterin im Department of English and American Studies

Stellvertretender Gf. Direktor des Casper David Friedrich Insitut

Lehrstuhl Allgemeine Erziehungswissenschaft der Universität Greifswald

Charité – Universitätsmedizin Berlin

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte der Universität Greifswald

Weitere (ebenfalls nicht gezählte) Historiker & Experten, die Arndts Antisemitmus, Fanatismus, Rassismus, völkischen Nationalismus oder Volkshass unterstreichen, sich jedoch zu einer möglichen Umbenennung nicht geäußert haben:

  • Prof. Leon Poliakov (Quelle)

Französischer Historiker. Schwerpunkte seiner Forschung waren Rassismus, Antisemitismus, jüdische Geschichte und der Holocaust. Bis zu seiner Emeritierung war er Doktor der Philosophie an der Sorbonne sowie Forschungsleiter am Centre national de la recherche scientifique in Paris.

Geschichtsdidaktiker an der Pädagogischen Hochschule Osnabrück.

  • Prof. Dr. Hans-Ulrich Wehler (Quelle)

Ist ein deutscher Historiker. Seine Deutsche Gesellschaftsgeschichte (5 Bände) zählt zu den Standardwerken der deutschen Geschichtsschreibung für die Zeit von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1990.

Einer der berühmtesten deutschen Historiker. Berühmtestes Werk: „Der lange Weg nach Westen“ für den er den Friedrich-Schiedel-Literaturpreis.

  • Prof. Dr. Gunner Müller Waldeck (Quelle)
  • Alle Fachlexika der politischen Ideengeschichte, sofern sie Arndt überhaupt erwähnen (Quelle)
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21 Antworten auf “Fazit: Arndts Rassismus unter Historikern wissenschaftlicher Konsens

    1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

      Nein – es ist nur eine Liste. Aber wir denken sie spricht für sich.
      Aber: „Albert Einstein“ war damals als Wissenschaftler mit seiner Relativitätstheorie auch alleine gegen die gesamte Wissenschaft und hat sich durchgesetzt. Nur bisher haben die wenigen Arndt-Befürworter bisher keine überzeugenden Argumente für ihre Position geliefert, die auch nur einen einzigen ihrer Kollegen überzeugt hätte.

      Und da unterschiedenen sie sich dann halt doch zu Einstein…

  1. Marco_Wagner

    Diese Statistik hat einige eklatante Tücken:

    Sie suggeriert, als sei die Anzahl der Wissenschaftler, die Arndts Rassismus und Antisemitismus im Zentrum seines Werkes sehen, von 2001 bis heute deutlich angestiegen.
    Dies ist aber so nicht richtig. Nur weil sich 2009 mehr Wissenschaftler zu Wort gemeldet haben als 2001 (was mMn v.a. der UoA Kampagne geschuldet ist, die wiederum hauptsächlich jene Historiker anschrieben, von denen sie ausgehen konnten, dass diese Ihre Position unterstützten), heißt das nicht, dass es tatsächlich mehr Wissenschaftler gibt, als 2001, die sich bezüglich Arndts Werk so positionieren. Des weiteren wurden in der Liste Herr Dr. Joachim Krüger und Christian Peplow (M.A.) unter den Befürwortern nicht aufgeführt, obwohl sich Krüger in der Debatte zur öffentlichen Anhörung zu Wort meldete und Christian Peplow sich in einer langen Rede zur Debattierclub-Debatte zu Wort meldete. Außerdem habt ihr noch Herrn Dr. Hartmut Bräsel vergessen, der sich auf unserer Seite ebenfalls zu Wort meldete.

    Aber wie gesagt: Die Statistik ist nicht repräsentativ (siehe m. Ausführung oben)

    1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

      Nein – das soll nicht suggeriert werden. Wir haben schon immer gesagt, dass es seit 20 bis 30 Jahren in der Wissenschaft einen Konsens gibt was Arndt Rassismus, Antisemitismus und völkischen Nationalismus angeht. Die überwältigende Mehrheit war schon immer dieser Ansicht.

      Es geht hier nur um Wissenschaftlicher, die sich für oder gegen eine Umbenennung ausgesprochen haben. Und das haben sich 2001 wegen einer gezielten Kampagne der Ostsee-Zeitung eben sehr wenige Professoren getraut. Dies hat sich zu 2010 verändert – die Leute lassen sich nicht mehr einschüchtern.

      – Herr Dr. Joachim Krüger

      >> Könntest Du uns bitte das Statements verlinken? Das ist uns nicht bekannt. Wir ergänzen den Namen gerne, wenn es ein schriftliches Statement gibt.

      – Christian Peplow

      >> Studenten haben wir nicht berücksichtigt. Sonst müssten wir auch unsere Liste erheblich erweitern 😉

      – Herrn Dr. Hartmut Bräsel

      >> Immer wieder lustig zu sehen, wie stolz Mitglieder des RCDS Pro-Arndt AG auf ehemalige Kommunisten verweisen… Sorry, aber einen DDR-Diplomaten gehört wohl eher nicht in die Rubrik der „Wissenschaftler“, sondern in die der „politischen“ Statements. Wie gesagt, wenn wir da anfangen wollen, dann können wir die über 100 politischen Statements aus unserem Gästebuch hier auch alle reinkopieren… Das macht kein Sinn.

      1. Marco_Wagner

        Immer wieder lustig zu sehen, wie das eine oder andere Mitglied der Initiative Uni-ohne-Arndt keine Ahnung von Herrn Dr. Hartmut Bräsel hat.
        Er hat Geschichte und Russistik in Greifswald studiert und kann somit als Wissenschaftler der Geschichte und Russistik in Betracht gezogen werden. Des weiteren studierte er Asienwissenschaften in Berlin.

        Bei Herrn Dr. Hartmut Bräsel handelt es sich um einen Wissenschaftler und Diplomaten.

        Es bleibt also dabei, dass diese Statistik insgesamt vollkommen unsinnig und überflüssig ist…

        Und zu dem Statement von Herrn Dr. Krüger:
        Es dürfte auf der Unihomepage unter den Kommentaren zur öffentlichen Senatsanhörung zu finden sein.

        1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

          Wie gesagt: Wenn wir politische Statements von Leuten wie Herr Bräsel aufnehmen, dann müssten wir auch alle anderen politischen Statements der Arndt-Kritiker aufnehmen. Dazu gehören u.a. Prof. Dr. em. Horst Sachs, Niels Hegewisch und Dirk Mellies, Dr. Kerstin Knopf, Prof. Ulrich Puritz, Prof. Dr. Andreas Pehnke, Dr. Thomas Burmeister, Michael Hein uvm. Also das würde (im Verhältnis) für Euch nicht gut ausgehen…

          Wenn wir Herr Dr. Krüger dazu nehmen würden mit seinem mündlichen Statement, dann müssten wir ebenfalls andere mündliche Statements dazunehmen. Zum Beispiel von Dr. Rose – ebenfalls auf der öffentlichen Senatsanhörung.

          Nochmals lieber Marco: Wir wollten hier die _schriftlich_ vorliegenden _wissenschaftlichen_ Stellungnahmen und Analysen von Historikern und Arndt-Experten aufführen. Dass die Greifswalder Bürger emotional für Arndt sind, darum geht es hier nicht.

      2. Marco_Wagner

        Übrigens macht es einen Unterschied, ob jemand Promotionsstudent oder normaler Student ist.
        Christian Peplow hat einen M.A., also bereits ein beendetes Studium. Des weiteren hat er schon einige Male Lehrveranstaltungen durchgeführt (zusammen mit Herr Dr. Riemer und einmal mit Herr Dr. Crommelin).

        Folglich kann auch er als Wissenschaftler in Betracht gezogen werden…

        Übrigens: Die Pro-Arndt AG ist überparteilich, auch wenn sie vom RCDS initiiert wurde. Wäre sie es nicht, dann wäre ich nicht in der Pro-Arndt-AG. In einem Streit, in dem es um Geschichtsbewusstsein geht, spielen grundlegende politische Ansichten idR eine untergeordnete Rolle.

        1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

          Auch in unseren Reihen gibt es zahllose Studenten, die ihr Studium beendet haben. Zum Beispiel Jost Aé. Deshalb ist er aber noch „kein Wissenschafler“.
          Wie gesagt – wir können die Liste gerne aufschnüren und weitere Leute einfügen, aber dann würden wir wahrscheinlich jedesmal auch noch neue Leute um den Faktor 3 einfügen…

          Die RCDS AG ist überparteilich? Das ist ja spannend. Mir ist kein einziges Mitglied von Jusos, SDS.Die Linke, oder den Grünen bekannt, die bei der RCDS-AG mitmachen würden. Klar gibt es auch einige parteilose bei Eurer AG. Aber wer in seinem Impressum groß und fett als Adresse die Hausanschrift der CDU angibt, ist nicht parteilos!

          1. Marco_Wagner

            "Das ist ja spannend. Mir ist kein einziges Mitglied von Jusos, SDS.Die Linke, oder den Grünen bekannt, die bei der RCDS-AG mitmachen würden."

            Dir ist aber mindestens ein Mitglied der AG bekannt, dass den genannten politischen Gruppierungen Nahe steht. 😉

            Klar steht im Impressum der RCDS – unser Webmaster war der Meinung, dass das am besten sei. In unserer Zeitung haben wir jedoch nicht den RCDS im Impressum aufgelistet und hatten ihn auch nie aufgelistet gehabt. Weil der RCDS nur der Initiator des Ganzen war. Richtig ist, dass durch das Setzen des RCDS die Überparteilichkeit nicht mehr wirklich gewährleistet ist, weshalb das mich persönlich auch ein wenig stört. Aber was soll's… sich um ein Impressum zu streiten wäre nun wirklich enorm übertrieben…

  2. Marco_Wagner

    Noch etwas:
    Wenn jemand den Rassismus/ Antisemitismus in Arndts Werk aus eurer Sicht verharmlost, so leugnet er ihn nicht, d.h. er erkennt dieses Faktum an…

    Ach und Herr Professor Ott wurde von euch auch noch vergessen, der in dieser merkwürdigen Liste aufgeführt werden müsste.

    1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

      Die Überschrift in der OZ von Prof. Bach war: „Arndt war kein Antisemit“. Und Dr. Garbe sagte auf der Veranstaltung in der ESG wörtlich: „Arndt ist kein Rassist“. Was sind daran keine Leugnungen?

      Prof. Ott haben wir (!) selbst bei der ersten Podiumsdiskussion eingeladen. Er sagte uns danach, dass er unentschieden ist. Ansonsten ist uns kein schriftliches Statement von ihm bekannt.

    2. Uni-ohne-Arndt Team Autor

      Die Überschrift in der OZ von Prof. Bach war: “Arndt war kein Antisemit”. Und Dr. Garbe sagte auf der Veranstaltung in der ESG wörtlich: “Arndt ist kein Rassist”. Was sind daran keine Leugnungen?

      Prof. Ott haben wir (!) selbst bei der ersten Podiumsdiskussion eingeladen. Er sagte uns danach, dass er nun eher „unentschieden“ und von den guten Argumenten der Arndt-Kritiker „überrascht“ war. Ansonsten ist uns kein schriftliches Statement von ihm bekannt.

      1. Gegen Populismus

        Man muss Prof. Garbe recht geben, dass Arndt wohl kein Rassist in unserem heutigen Sinne sein kann. Der Begriff wurde erst wesentliche Zeit nach Arndt entwickelt und hat letztlich durch die perverse NS-Zeit ihre heutige konnotative Färbung erhalten. Zum Rassismus gehört nicht ausschließlich das Aufzeigen von Unterschieden zwischen Völkern sondern auch immer das abwertende Interpretieren. Dies findet sich so bei Arndt nicht.

          1. Gegen Populismus

            Auch dort verwendet Arndt allerhöchstens aus der Biologie stammende Begriffe, in die Ihr augrund eures "hasszerfressenden" Arndt-Bildes negative Dinge hereininterpretiert.
            Man musste zu Zeiten Arndts sicher nicht so denken wie er, aber man konnte es.

          2. Uni-ohne-Arndt Team Autor

            Lol – Du sprichst dem Historiker der fast ein ganzes Buch über das Thema geschrieben hat, einfach mal mit so einem vier Zeilen langen anonymen Kommentar die Wissenschaftilchkeit ab? Hmm… Sehr glaubwürdig!

            träum weiter!

  3. Manfred Peters

    Zitat: „Gerade einmal 5 Wissenschaftler haben wir gefunden.“
    Wer nicht finden will, findet nur selten oder nie, ggf. als ungewollter Unfall, etwas!
    Aber, wenn es um „Historiker“ geht, ein Beispiel sei mir gestattet:
    Dr. Gerd Fesser*
    http://www.neues-deutschland.de/artikel/163567.so
    Prof. Matschke hier wegzulassen, obwohl er sich mehrfach umfangreich geäußert hat, spricht auch für Eure „pseudowissenschaftliche“ Vorgehensweise.
    Mit wem Ihr Euch, wenn auch nur in der 3. Kategorie, gemein macht, müsst Ihr selbst verantworten. Sich auf Prof. Puritz, dem „Hubertus Knabe“ der bildenden Kunst und kaltem Wortkrieger zu berufen, mehr braucht es wohl nicht, um Eure durchsichtige Kampagne zu entlarven.
    Ich hoffe nur, dass alle abstimmenden Senatsmitglieder besonders die Beiträge/Wiederholungen dieser Homepage ab dem 05. März lesen, um den vorgenannten Eindruck zu verstärken.
    Die sprachlichen Entgleisungen im Bildzeitung-Niveau, wie "… Oberdörfer ätzte über …" , sind da nur ein Kavaliersdelikt.

    *Von mir hier schon genannt bzw. darauf hingewiesen, von der UoA aber geflissentlich übersehen!

    1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

      Dr. Gerd Fesser hat sich zwar zu Arndt geäußert, jedoch meines Wissens nach in dem Artikel keine explizite Position für oder gegen eine Umbenennung bezogen. Wenn wir alle Wissenschaftler mit aufführen würden, die sich nur „kritisch“ gegenüber Arndt äußern würden, dann wäre (erneut) unsere Liste erheblich länger.

      Prof. Matschke hat sich mehrfach – aber stehts sehr deutlich politisch als FDP Bürgerschaftsmitglied geäußert. Prof. Matschke ist weder Historiker noch Arndt-Experte und behauptet das auch mir gegenüber in einem (guten!) längeren Gespräch nicht. Seine Position ist eine emotionale, die auch völlig in Ordnung ist.

      Nur wie gesagt, wenn ich alle politischen / emotionalen Positionen hier mit aufnehmen würde, dann müssen wir allein über 100 Statements von unserer Unterschriftenliste übernehmen.
      Wir wollten uns hier auf die _Wissenschaftler_ mit entsprechendem Fachwissen konzentrieren!

      Danke trotzdem für die Anregung.

        1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

          Prof. Matschke hat einen Leserbrief geschrieben, indem er sagt, dass die Studenten, die ein Problem mit Arndt hätten, die Stadt verlassen könnten. Prof. Klüter hat eine 30ig-seitige Abhandlung über Ernst Moritz Arndt geschrieben und beschäftigt sich seit ca. 9 Jahren mit Arndt.

          Ich denke die Unterscheidung in politisches und wissenschaftliches Statement wird hier sehr deutlich oder nicht?

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