Senatskommission legt Bericht vor

Am Freitagvormittag hat die Namenskommission des Akademischen Senats der Universität Greifswald ihren lang ersehnten Bericht vorgelegt. In den vergangenen Monaten haben die insgesamt zehn Mitglieder sich mit den Argumenten für und gegen den universitären Namenspatron Ernst Moritz Arndt auseinandergesetzt. In zwei öffentlichen Anhörungen wurde weiteren Wissenschaftlern und den Greifswalder Bürgern die Möglichkeit gegeben Stellung zu nehmen.

Die Komissionsmitglieder Schattschneider und Weber bei der Anhörung vor zwei Wochen. Das Ergebnis der Arbeitsgruppe endet dabei gespalten. Die Mitglieder konnten sich nicht einigen, ob sie am Ende des Prozesses eine Empfehlung geben wollen und haben es aus diesem Grund letztendlich nicht getan. Im dem kurzen Abschlussbericht heißt es:

„In ihrer abschließenden Sitzung am 27. Januar 2010 debattierte die Kommission über die Frage, ob die Kommission eine konkrete Empfehlung an den Senat abgeben sollte und welche Wirkung damit verbunden wäre. Eine Abstimmung darüber, ob die Kommission durch ein Votum eine Empfehlung an den Senat abgeben sollte, ergab 4 JA- und 4 NEIN-Stimmen. Die übrigen zwei Kommissionsmitglieder konnten an der Sitzung nicht teilnehmen. Die Kommission gibt somit insgesamt – entgegen ihrem Arbeitsauftrag – keine abschließende Empfehlung an den Senat.“

Der Bericht wird flankiert von gut sechzig Seiten Material in denen die Kommission ihre eigene Arbeitsgrundlage erläutert, Arndt-Kritiker wie -Befürworter noch einmal zu Wort kommen. Zudem liegt der Materialsammlung ein umfangreicher Pressespiegel zum Thema bei.

Die Initiative dankt der Kommission für Ihre umfangreiche Arbeit und wird sich nun in das Material vertiefen.

(Der erste Teil der Nachricht und das Foto wurden vom Studentenportal webMoritz übernommen, beides Carsten Schönebeck.)

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2 Antworten auf “Senatskommission legt Bericht vor

    1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

      Stimmt, die Abstimmung der Kommission ging ja nur darüber, ob die Kommission sich überhaupt positionieren will oder nicht. Daraus lassen sich nicht zwingend Schlussfolgerungen ziehen, ob und wie sich die einzelnen Mitglieder sich positioniert haben.

      Unsere Schlussfolgerung war daher verfrüht. Wahrscheinlich wird man erst in der Senatsdebatte dann die Positionierung der Kommissionsmitglieder erfahren. Danke für den Hinweis.

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