Prof. Ulrich Puritz unterstützt Namensablegung

Prof. Ulrich Puritz, Stellvertretender Gf. Direktor des Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald schrieb gestern in unser Gästebuch:

„Den Namen Ernst Moritz Arndt als identitätsstiftende Maßnahme halte ich für politisch nicht vertretbar, er ist für internationale Kontakte hinderlich und belastet die Zukunft der Universität als seriöser und offener Partner für Wissenschaft und Kunst im Ostseeraum.“

Und Dr. Kerstin Knopf, Mitarbeiterin im Department of English and American Studies,  schrieb uns vor zwei Tagen:

„Ich möchte dass sich die Universität endlich von dem Namen einer Person löst, die Antisemitismus und Fremden- (bzw. Franzosen)feindlichkeit propagierte, und dessen dichterisches Werk eben auch keinen ästethischen Wert besitzt. Nur so kann die Universität liberal-demokratische Werten gerecht werden. […]“

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10 Antworten auf “Prof. Ulrich Puritz unterstützt Namensablegung

  1. Demokrat

    "Prof. Ulrich Puritz unterstützt Namensablegung"

    Ein in Frankreich aufgewachsener und aller Wahrscheinlichkeit nach antideutsch indoktrinierter Kunstprofessor ist ganz eurer Meinung… Herzlichen Glückwunsch..

    1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

      Wir haben uns entschieden diesen Kommentar als abschreckendes Beispiel freizuschalten. Er zeigt unser Meinung nach deutlich auf welchem Niveau die Debatte in Greifswald zurzeit geführt wird. Wir entschuldigen uns bei Prof. Puritz. Ich denke es ist klar, dass wir uns deutlich von solchen Kommentaren distanzieren und davor warnen solche Statements auch nur entfernt ernst zu nehmen.

  2. Manfred Peters

    Zitat ret_marut:
    "Soviel antikommunistischen Unsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört ("Gehirnwaschanlage", "dass alle Künstler, die Kunst selbst und alle Nichtkünstler Opfer waren" …) Kein Wunder, daß bei solch einem Lehrstuhlinhaber der Hans-und-Lea-Grundig-Preis für Studierende und AbsolventInnen nicht mehr vergeben wird…."
    Dem könnte ich eigentlich nichts hinzufügen, wenn nicht dieser Antikommunist Euer Kronzeuge in Sachen Arndt wäre. Ich bin gespannt, lieber ret_marut, wie wir diesen Konflikt um den "Hubertus Knabe" der Bildenden Kunst lösen.

    1. ret_marut

      1. Geben Sie doch bitte an, daß sie die Passagen aus dem Webmoritz zitieren. Wofür gibt es Hyperlinks?! http://www.webmoritz.de/2010/01/21/arndt-und-die-
      2. Sie sind ja auch gegen Antikommunismus und für Arndt. Warum soll es nicht auch andersherum gehen?
      3. Ich freue mich, daß wir zumindest bei Lea Grundig auf einer politischen Wellenlänge surfen. Allerdings kann ich immer noch nicht nachvollziehen, warum Sie sich für einen Antisemiten und völkischen Nationalisten wie Arndt einsetzen?

      1. Manfred Peters

        zu 1. Wenn ich im Kommentarsystem des Webmoritz 2 Hyperlinks und mehr verwende wird mein Kommentar blockiert. Das ist ein ewiges Problem, dass die Redakteure seit ca. einem Jahr nicht lösen konnten. Die Beschränkung meines Kommentarvolumens habe ich schon an anderer Stelle genannt. S. J. würde es wohl "negativer Altersbonus" nennen.
        zu 2. u.3. Die Begründung meiner Position zu Arndt wäre zugegebenermaßen zu Komplex für diese Art der Diskussion. Leider reden wir immer wieder aneinander vorbei.

    2. Uni-ohne-Arndt Team Autor

      Nochmals: Uni ohne Arndt will sich nicht zu Lea Grundig positionieren!! Wir beobachten hier nur ein unterschiedliches Verhalten an der Uni: Lea Grundig wird kritisch reflektiert, während Arndt kommentarlos akzeptiert wird. Das ist schon die ganze Kritik.

    3. free_artist

      da kann man nur sagen…so einfach geht das nicht….
      Glücklicherweise sind die Dinge – Arndt, Grundig und Kommunismus – komplexer als gedacht, gut das zu erkennen, aber dann schlicht unwissenschaftlich, unreflektiert und respektlos hier mit schwarz-weiß malenden Kommunismus/Antikommunismus Begriffsschemata umher zu schmeißen, entspricht undifferentierter post-sozialistischer Polemik. Was ist den der wahre Kommunismus? – Der Staat, der sich so nennt und gleichzeitig seine Bürger einsperrt und an der innerdeutschen Grenze einfach abknallt, alle Anderen unter Generalverdacht stellt und durch die Stasi überwachen läßt, von Presse- , Rede und Meinungs/ Wahlfreiheit noch ganz zu schweigen? Haltet Ihr das wirklich für den richtigen Kommunismus? Die DDR war doch im kommunistischen Sinne der Antikommunismus selbst. Dass man trotzdem schöne Erinnerungen und Leben mit dieser Zeit und deren Bedingungen verbinden kann, sei unbenommen, aber seid doch realistisch!
      Und jeder der dies kritisiert, indem er es benennt, läuft Gefahr, öffentlich in "Schwarzer-Kanal-Rhetorik" denunziert zu werden. Und in Bezug auf die zumindest propagierte Kunst des DDR-Systems – den Sozialistischen Realismus – gilt es festzuhalten, dass diesem eine klare gesellschaftliche Funktion innerhalb dieses konstruierten Systems zugetragen wurde und folgt damit einem alten instrumentalisierenden missionarischen Ritual, den auch die Religion den "Kunstbildern" zusprach, nämlich ein bestimmtes "Bild der Gesellschaft" zu erzeugen, das es so nicht gibt, aber – und hier kommt die Gehirnwaschanlage in Spiel – das lange genug vorgehalten, inszeniert und infiltriert, irgendwann glaubhaft wird. Die gleiche Methode wie bei Werbung.
      Sicher, es darf nicht um Polemik gehen – es gilt genau hinzuschauen – auf die Politikerin Lea Grundig, die in ihrer Machtposition innerhalb eines totalitären Staates maßgebliche Entscheidungen getroffen haben muss und deren Konsequenzen – darum geht es Puritz – schon in der Sache/ im Ansatz selbst begründet liegen und /aber auch benannt werden müssen – und dies gilt es zu untersuchen und zu belegen – und hinzuschauen auf die Künstlerin Lea Grundig, auf ihre Bilder, wie "der Sozialismus siegt" gegenüber Arbeiten vor und während des 2. WK, in denen sie das erlebte Leiden darstellen wollte, und zu überlegen, was sie uns HEUTE noch sagen können…

      die Kunst ist frei und es ist im GG verankert…das war nicht immer so.

      1. Manfred Peters

        Anonym und in der Sprache der kalten Krieger hat es kein Zweck hier weiter zu diskutieren, zumal es sich hier mehr als weniger um Wiederholungen aus dem Webmoritz handelt:
        „… free_artist 6 weeks ago @ webMoritz.de – Bewegung in Debatte um…
        …soviel kommunistischen Unsinn habe ich auch schon lange nicht mehr gehört… läuft hier die Aktuelle Kamera?
        aber so kommen wir nicht weiter, uns am Gegenstand vorbei mit Unterstellungen und Abwertungen zu bewerfen…
        Fakt ist, dass der Aspekt von Lea Grundigs politischer Tätigkeit und Funktion in der DDR in dem zusammengeschraubten Artikel vom Moritz fehlten…“

        Der Duktus erinnert sehr an den (un)seligen Edmund Stoiber, der lange im Webmoritz sein Unwesen trieb. Vielleicht verbirgt sich unter free_artist, wenn nicht E. S., so seine Reinkarnation.
        Wer sich ehrlich und offen mit dem politischen Gegner über Lea Grundig und ein sozialistisches Kustverständnis diskutieren wollte, hätte am 04.03. zur Veranstaltung „Hans und Lea Grundig und die aktuelle Kunstdiskussion“ in die Kapelle vom St. Spiritus kommen können.
        Respektlos sind im höchsten Maße anonyme Polemiker!

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