Literaturhistoriker Rolf Hosfeld ist für die Umbenennung

Der Literaturhistoriker Rolf Hosfeld bedauert in einem großen Interview im Deutschlandradio, dass die Universität Greifswald noch immer nach  Ernst Moritz Arndt benannt ist. Er würde es begrüßen, wenn die Universität sich „einen neutralen Namen“ geben würde, so Hosfeld. Das Interview führte Deutschlandradio aus Anlass der Arndt-Debatte und des 150zigsten Todestages Ernst Moritz Arndts. Hier reinhören:

Auszug aus dem Interview:

Deutschlandradio: Der Antisemitismus, wo kam der her und wie sehr lag er damit im Mainstream oder nicht, in seiner Zeit?

Hosfeld: Es ist vor allen Dingen ein moderner Antisemitismus. Also zum ersten Mal kann man so was finden in Fichtes „Reden an die deutsche Nation“, auch aus der Zeit, und ähnlich wie Fichte war Arndt der Ansicht, dass die Deutschen so etwas wie ein reines Urvolk sind und eine ungeteilte Nation, die er sich vorstellte, auch eine Vereinigung der deutschen Stämme und der deutschen Kleinstaaten zu einem großen Deutschland, das schloss natürlich alles aus, was deutschfremd war. Und die Juden waren in seinen Augen eben keine Deutschen.

Deutschlandradio: Entschuldigt das etwas?

Hosfeld: Nein.“

Das ganze Interview in Schrift und Ton gibt es hier bei Deutschlandradio Kultur.

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