Hochschild zur Arndt-Debatte: Denkt lieber an euer Studium!

Dieser Kommentar wurde gekürzt vom Greifswalder Studentenportal webMoritz.de übernommen:

Die Debatte berührt seit ihrem neuerlichen Ausbruch bei der Vollversammlung im Sommer 2009 nicht nur die studentische Öffentlichkeit. Aus Anlass der nun begonnenen Urabstimmung meldeten sich in diesen Tagen auch die kommunalpolitische Prominenz zu Wort. […] Am heutigen Tage meldete sich […] auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Hochschild zu Wort. Er lässt mitteilen:

„Die CDU-Fraktion hat sich auf ihrer letzten Fraktionssitzung eindeutig gegen eine Namensänderung ausgesprochen. Es gibt hierfür keine wirklichen Gründe. Wir haben als CDU-Fraktion alle anderen Fraktionen aufgerufen sich ebenfalls klar zu positionieren. […] Die Studenten sollten in erster Linie an ihr Studium denken. Wer sich darüber hinaus konstruktiv an der Lösung studentischer Probleme beteiligen möchte, findet sicher jederzeit z.B. beim Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) ein offenes Ohr”, so Axel Hochschild abschließend.“

[…]

Kommentar von Gabriel Kords:

Mit derselben Deutlichkeit, mit der Hochschild die Studenten zur Beteiligung an der konstruktiven Lösung studentischer Probleme auffordert, beweist er, dass er selbst mit Sicherheit der Falsche für studentische Probleme ist. Und ein solches ist die Frage um den Uni-Patron. Natürlich betrifft es ebenso Professoren und Mitarbeiter der Uni, aber ganz gewiss ist es keine Aufgabe für die hohen Herrschaften der Kommunalpolitik, über solche universitären Prozesse zu urteilen. Das hat Hochschild offenbar auch schon gemerkt. Daher verzichtet er in dem oben zitierten Schriftstück lieber gleich ganz darauf, sich auf die inhaltliche Debatte einzulassen. Es heißt lediglich, es gebe “keine wirklichen Gründe”. (Dieser Satz könnte sich allerdings auch auf die Entscheidung der CDU-Fraktion an sich beziehen.) Und auch hinsichtlich der Kostenfrage wird er weder konkret, sondern versteckt sich hinter dem immer geltenden Stereotyp „in Zeiten knapper Kassen“. Den Rest erwähnt er lieber gar nicht. So wie Axel Hochschild den Studenten empfiehlt, in erster Linie an ihr Studium zu denken, sei Hochschild an dieser Stelle nahegelegt, in erster Linie an seinen Malerbetrieb zu denken.

Foto: CDU Kreisverband Greifswald (Archiv)

Dieser Kommentar wurde gekürzt vom Greifswalder Studentenportal webMoritz.de übernommen. Die Reaktion der Jusos „Fressen halten war gestern“ können Sie hier lesen.

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