Heute Auszählung ab 14.30 Uhr in der Mensa

Engagierte Studentin kam per Ski zum Wahllokal

Heute – am Freitag, den 15.1.  – wird ab 14:30 Uhr die erste Urabstimmung an der Universität Greifswald in der Mensa am Schießwall, öffentlich ausgezählt. Interessierte sich herzlich Willkommen der Auszählung beizuwohnen.

Mit vorläufigen Ergebnissen ist zwischen 15 und 16.30 Uhr zu rechnen. Sie werden voraussichtlich hier oder hier via Twitter durchgegeben.

Telefonisch steht das Team für Öffentlichkeitsarbeit unter 0176 20336676 morgen während der Auszählung zur Verfügung.

Über 12.000 Studierende der Universität Greifswald waren dazu aufgefordert, über die Ablegung oder Beibehaltung des Namenspatrons „Ernst Moritz Arndt“ abzustimmen.

Um das letztlich entscheidende Gremium, den Senat, zu überzeugen, griffen die Studierenden erstmalig in der Geschichte der Universität zu ihrem stärksten und aufwändigsten Mittel: Der Urabstimmung.

Die Wahlbeteiligung liegt schon jetzt bei über 20 Prozent – doppelt so hoch wie der Durchschnitt der letzten Jahre. Der Andrang war so groß, dass sogar die Stimmzettel in zwei Wahllokalen kurzzeitig ausgingen. Die Ergebnis der Urabstimmung ist eine richtungsweisende Entscheidung für die Debatte im Senat, welcher letztlich entscheidet.

Foto: Sebastian Jabbusch

Share

4 Antworten auf “Heute Auszählung ab 14.30 Uhr in der Mensa

  1. Ivo Gustav

    Schade, dass die Kampagne keine Mehrheit bekommen hat. Ich hoffe, es war kein Wahlbetrug dabei. Die ganze Angelegenheit scheint mir etwas mysteriös.

    1. ret_marut

      Wahlbetrug schließe ich definitiv aus.

      Das Wahlergebnis zeigt jedenfalls: Keine der beiden Positionen hat eine deutliche Mehrheit erringen können. Die Studierendenschaft ist in dieser Frage entsprechend in zwei etwa gleichgroße Blöcke (43 zu 49 Prozent) zerrissen. Es zeigt sich, daß der jetzige Name "Ernst Moritz Arndt Universität" die Universität nicht eint, sondern spaltet. Etwa 43 Prozent der Studierenden stehen nicht hinter diesem Namen, lehnen einen antisemitischen und völkisch-nationalistischen Namenspatron ab.

      Wir hätten als Initiative natürlich gerne ein anderes Ergebnis gesehen, v.a. hätten wir uns gewünscht, daß die Urabstimmung eine klare Richtungsentscheidung in die eine oder andere Richtung gegeben hätte, um so dem Senat gegenüber ein klares studentisches Votum zu präsentieren. Letztlich entscheidet ja der Senat über den Namen. Bei einem solchen studentischen Ergebnis haben wir als Studierende jedenfalls keine Signalwirkung in den Senat ausgestrahlt.

      Zum Ergebnis und unserer Pressemitteilung siehe: http://jabbusch.tose.de/uniohnearndt/2010/01/rege

  2. Nik

    Na klar und die Illuminaten sind Stammgäste in der Mensa….

    Mensch akzeptiere es doch, die Studentenschaft hat abgestimmt, ob dir das Ergebnis nun passt, steht auf einem anderen Blatt. Aber hier jetzt große Verschwörungen zu vermuten geht wohl ein bisschen zu weit. Wer soll sich den so einen Aufwand gemacht haben?

    1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

      Wir schließen uns dem an. Wahlbetrug halten wir für extrem unwahrscheinlich.

      Die Studierendenschaft will offenbar einen Namenspatron – aber eben auch einen anderen als Ernst Moritz Arndt. Damit bestätigte die Urabstimmung das Bild der Vollversammlung von Juni 2009.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.