Bürger-Anhörung des Senats im St. Spiritus

Greifswalds Bürger fühlten sich bisher nicht genug an der Namensablegungs-Prozess beteiligt bzw. angehört. Am Mittwoch, dem 20. Januar, um 18 Uhr kommt nun erneut eine Möglichkeit sich zu äußern. Sie stehen diesmal sogar im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Die Senatskommission der Uni Greifswald führt eine außeruniversitäre Anhörung zum Hochschulnamen durch. Alle Bürger (auch Studenten sind Bürger) sind eingeladen, Argumente für Ablegung oder Beibehaltung des Namens Ernst Moritz Arndt vorzutragen, so Kommissionsvorsitzender Thomas Schattschneider gegenüber der Ostsee-Zeitung. Er wird mit Prof. Hannelore Weber die Debatte moderieren. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und dann im Internet zugänglich sein.

Foto: St.Spiritus

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6 Antworten auf “Bürger-Anhörung des Senats im St. Spiritus

  1. Manfred Peters

    Es wäre vielleicht gut, noch einmal auf das Ziel der zweiten Anhörung hinzuweisen.
    Zitat Senatskommission:
    " … In der zweiten Anhörung im Januar wird es um nicht-wissenschaftliche Gesichtspunkte für und gegen den Namenserhalt gehen – diese Anhörung wird vollständig öffentlich sein."

    http://www.webmoritz.de/2009/12/08/arndt-anhorung

    Wenn vorher mittels einer Ideenfindung (Brainstorming) die möglichen
    "nicht-wissenschaftliche(n) Gesichtspunkte" formuliert würden, könnte es dem Ablauf dienlich sein. Neue, spontane, revolutionäre Themen sollten natürlich nicht ausgeschlossen werden.
    Aber vielleicht gibt es schon eine Agenda, wenn ja wo?

    1. ret_marut

      Eine Agenda gibt es meines Wissens nicht.
      Es wird von Frau Schafmeister und Herrn Schattschneider eine kurze Begrüßung und eine paar kurze Eingangsstatements geben. Danach soll es gleich in medias res gehen.
      Mal schauen, ob es dort zu derbe abgeht, wie in der Mehrzahl der OZ-LeserInnenbriefe zu diesem Thema. Vielleicht läßt sich in die "nicht-wissenschaftliche Anhörung" dennoch etwas Sachlichkeit und wissenschaftlich Unterfüttertes unterbingen. – Ich persönlich bin jedenfalls gespannt, wie die Veranstaltung verlaufen wird.

      1. Manfred Peters

        Dann wäre die Anhörung ja überflüssig denn:
        1. Ihr konterkariert damit auch hier das Ziel der Anhörung, die sich ausdrücklich auf nicht-wissenschaftliche Gesichtspunkte bezieht.
        2. Eure Ansichten zum "moralischen Status" andersdenkender Greifswalder /Vorpommern sind hinreichen bekannt, da Ihr das im Webmoritz deutlich verbal dokumentiert.
        3. Der Vorschlag steht hier schon mehrere Tage. Es ist inzwischen unmöglich sich so kurzfristig dazu noch zu verständigen.
        Ich vertraue auf das Geschick der Moderatoren.

        1. ret marut

          Ich finde eine offene Diskussion mit der nichtuniversitären Bevölkerung Greifswalds durchaus sinnvoll. Die Diskussion an der Uni und in der Stadt liefen ja bisher ziemlich voneinander abgekoppelt ab – vermittelt über tendenziöse Artikel der OZ und die OZ-LeserInnenbriefseite.
          Wie die Veranstaltung sich gestalten wird? Da laß ich mich überraschen, ich gehöre ja nicht zu den VeranstalterInnen, das läuft ja über den Senat.
          @ 1: "Nichtwissenschaftlich" ist ja nicht dasselbe wie "unwissenschaftlich". Ich hoffe, die Mehrheit der Anwesenden hat das auch im Hinterkopf und verfällt nicht in die üblichen Pöbeleien, die wir aus der OZ kennen.
          @ 2: Ich urteile da nicht über "moralischen Status" oder "moralische Integrität". Ich beurteile aber durchaus geäußerte Argumente und deren wissenschaftlichen Fundierung und deren inhaltlichen Gehalt. Da scheint mir die Diskussion "in der Stadt" (um das mal schubladenartig zu verorten) doch ziemlich im Argen zu liegen. – Ein Axel Hochschild ist da nur die absurde Spitze des Eisberges.
          @ 3: Ich weiß jetzt nicht genau, was Sie mit "Vorschlag" konkret meinen. Geht es um den sog. Echternkamp-Vorschlag hinsichtlich eines Arndt-Forschungsinstituts? Dieser Vorschlag ist in der Tat relativ neu ins Gespräch gekommen; das hat natürlich auch (nicht nur) mit dem Ergebnis der studentischen Urabstimmung zu tun, das klar aufgezeigt hat, daß sich zwei etwa gleichgroße Lager gegenüberstehen. – Das kann ja (zumindest aus studentischer Sicht) kein Dauerzustand sein, sondern muß durch einen Kompromiß überwunden werden. Das wird beiden Lagern wehtun, aber so ist das bei Kompromissen immer.

          Ich möchte Mittwoch jedenfalls nicht unbedingt in der Haut von Thomas Schattschneider und Hannelore Weber stecken, falls da wie in der OZ-LeserInnenbriefspalte mehr mit Polemik statt mit Inhalt vom Leder gezogen wird.

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