Im Archiv des Studentenmagazins

Schon 1998 umstritten

Ein Redakteur des Studentenmagazins „moritz“ war einmal so freundlich und hat für uns ins Archiv des Studentenmagazins „moritz“ geschaut. Dort hat der Redakteur sehr erhellende Beiträge gefunden, die allesamt die hier bereits zahlreich veröffentlichtenten wissenschaftlichen Erkenntnisse bestätigen: Arndt ist als Antisemit und Rassist als Namenspatron nicht tragbar.

Hier die Beiträge:

  • moritz 2 – 1998 ? [Download PDF]
  • moritz 5 – 1998 ? [Download PDF]
  • moritz 6 – 1999 ? [Download PDF]
  • moritz 23 – Juni 2001 [Download PDF]
  • moritz 37 – Juni 2003 [Download PDF] (Besonders lesenswert! Klärt auf, dass der Name des Studentenmagazin nichts mit Ernst Moritz Arndt zu tun hat, sondern mit einem Comic aus dem Vorgängermagazin „Crash“)
  • moritz 54 – Januar 2006 [Download PDF]
  • moritz 58 – Oktober 2006 [Download PDF]

Arndt - die Leiche im Keller der Universität

Weitere zahlreiche Beiträge gab es natürlich auch im Jahre 2009. Der Blick in dieses alte moritz-Archiv zeigt jedoch klar und deutlich, dass die Arndt die Universität nicht erst seit 2009 belastet.

Falls jemand übrigens ein Archiv des Studentenmagazins „Crash“ (vor 1998) hat: Wir wären sehr interessiert, ob sich auch diese Zeitung bereits gegen Arndt positioniert hatte.

Übrigens: Wir haben auch das Archiv der offiziellen Universitäts-Zeitung durchgeschaut, die bis vor ein paar Jahren noch erschien. Im Archiv der Uni-Zeitung fand sich lediglich ein einziger Beitrag zur Arndt-Debatte. Schon damals meidete die Uni also die öffenteliche Debatte! Übrigens: Der Beitrag stammt Prof. Stamm-Kuhlmann, damals forderte er eine aktivere, wissenschaftliche Debatte über Arndt… Hätte von uns sein können!

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Eine Antwort auf “Im Archiv des Studentenmagazins

  1. Frank

    Hallo Leute,

    ich bin Euch ehrlich dankbar für die Erwähnung der Moritz-Ausgabe 37/03, zeigt sich darin doch recht deutlich, wie wichtig eine umfassende Recherche ist, um einen Sachverhalt richtig darstellen zu können, denn der zitierte Artikel weist deutliche Schwächen auf.

    1. Der erste Universitätsführer (damals noch "Crash!") erschien 1994 (nicht '98).
    2. Der erste Universitätsführer mit dem Namen "Moritz" erschien 1996 mit der Unterzeile: "EMAU Greifswald – Uni mit Aussichten".
    3. Die Umbenennung von "Crash!" in "Moritz" ging auf eine Initiative des damaligen Redakteurs Uwe Rohwedder zurück und wurde in jener Redaktionskonferenz beschlossen, die das Ziel verfolgte, die Umbennung des Magazins "Crash!" in "Moritz" mit der Herausgabe des ersten Uni-Führers dieses Namens einzuleiten.
    4. Dass diese Umbennung erfolgte, war dem Umstand geschuldet, dass die damalige Redaktion (zu der ich ebenfalls gehörte) in Übereinkunft mit AStA der Meinung war, das Greifswalder Studentenmagazin sollte auch in seinem Namen eine stärkere Uni-Bindung zum Ausdruck bringen – hatte also ganz klar mit Ernst-Moritz-Arndt zu tun.

    Ihr seht also, ohne Recherche keine Chance auf Wahrheit. Wird ein solcher Artikel dennoch gedruckt, ist er automatisch unwahr und tendenziös.

    Abschließend noch ein Gedanke zur Arndt-Debatte, der möglicherweise einige Motive in anderem Licht erscheinen läßt:
    Dass die Greifswalder Bevölkerung sich so vehement gegen eine Umbennung sperrt, ist doch kein Ausdruck dafür, dass sie Arndts teilweise hasserfüllte und dämliche Sentenzen teilt, denn dafür müßte sie diese ja überhaupt erst einmal kennen und was das betrifft, wollen wir uns doch lieber nichts vormachen, oder?
    Nein Leute, der Grund für deren Festhalten an Arndt liegt in ihrer eigenen Geschichte begründet, denn zu einer Zeit, als von der Universität bis zur kleinsten Pfütze alles nach Persönlichkeiten der sogenannten Arbeiterbewegung und des antifaschistischen Widerstands benannt wurde, waren die Leute hier überglücklich, dass dieses Los wenigstens an der Greifswalder Uni vorübergegangen ist. Daher ist dieser Name im Bewußtsein der Bevölkerung das einzig rettenswerte aus der DDR-Vergangenheit.
    Und so schlage ich vor, dass die nächste Umbenennungs-Initiative unternommen wird, wenn nur noch Menschen am Leben sind, die nicht mehr in der DDR geboren wurden – einfach aus Verständnis für deren Befindlichkeiten. Das ist doch möglich, nicht?

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