RCDS startet „Pro-Arndt“ Blog ohne Argumente

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Viele Seiten sind bisher leer...

Die vom RCDS gegründete „Pro-Arndt-AG“ hat seit heute seine großspurig angekündigte eigene Internetpräsenz online gestellt. Zurzeit ist die Seite in vielen Bereich jedoch weitgehend ohne Inhalte. Zudem geht die Seite mit reichlich Verspätung an den Start. Immerwieder hatte die Gruppe den Termin verschoben, was sogar die studentischen Medien kritisierten.

Der webMoritz schreibt zum neuen Blog:

„Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Internetseite der „Pro-Arndt AG“ optisch weniger ansprechend ist und zurzeit weniger Funktionen bietet als die Seite der Kampange „Uni-ohne-Arndt”. […]

Der „Arndt-AG“ fehlt zurzeit noch eine Sammlung mit Argumenten, die für den Namenserhalt herangezogen werden können. Die Gegenpartei verfügt hier über eine klar gegliederte Auflistung von Argumenten, die auch den letzten Zweifler überzeugen soll. Ebenso fehlt ein Newsletter, der über Neuerungen und aktuelle Termine der Gruppe informiert. Bezüglich der Werbung für die neue Internetpräsenz ist nach heutigem Stand auch noch nichts von der Initiative getan worden. Die Gruppe „Uni-ohne-Arndt“ ist mit ihren A4-Blättern an vielen zentralen Punkten der Uni vertreten. […]

Ob der Ansatz der „Arndt-AG“ viele Menschen ansprechen wird, ist fraglich. […]

Sandra Schmidt, Sprecherin der Initiative „Uni ohne Arndt.de“ begrüßt, dass der RCDS Arndts Rassismus, Antisemitismus, Franzosenhass und völkischen Nationalismus auf der Internetseite nicht in Frage stellt. Es ist ein erster Fortschritt, dass die Befürworter die Erkenntnisse der Geschichtswissenschaft nicht mehr anzweifeln, wie noch 2001:

„Wir bedauern jedoch, dass die Arndt-Anhänger auf ihrem Blog die eigentliche, moralische Frage völlig ausblenden, nämlich, ob wir an einer weltoffenen Universität mit den von Arndt vertretenen rassistischen Ideen noch leben können“, so Schmidt.

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Überschriften auf dem Blog

Stattdessen ist das Ziel der AG offenbar Arndt in der Öffentlichkeit mit „anderen Begriffen“ in Verbindung zu bringen. Etwa mit „Demokratie“ oder mit „Lyrik“. Germanistin Dr. Monika Schneikart hatte ähnliche Bestrebungen schon bei der Leserbrief-Debatte 2001 festgestellt und in ihrer Diskursanalyse scharf kritisiert. Sie sprach in diesem Zusammenhang von „Verzerrung“ und „Verfälschung“ durch die Arndt-Befürworter (vgl. hier).

Die Initiative „Uni ohne Arndt“ bedauert außerdem, dass die Website der RCDS-Gruppe bisher fast leer ist und keine Argumente enthält. Lediglich einige Gedichte finden sich bisher auf der Seite.

„Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass uns immer wieder ‚Polemik’ und ‚Unsachlichkeit’ unterstellt wird, und man dann sieht, dass die Arndt-Befürworter eine fast leere Homepage ohne auch nur ein einziges wissenschaftliches Zitat online stellen“, so Sandra Schmidt.

Sandra Schmidt, Sprecherin der Initiative „Uni ohne Arndt.de“ begrüßt, dass der RCDS Arndts Rassismus, Antisemitismus, Franzosenhass und völkischen Nationalismus auf der Internetseite nicht in Frage stellt. Es ist ein erster Fortschritt, dass die Befürworter die Erkenntnisse der Geschichtswissenschaft nicht mehr anzweifeln, wie noch 2001: „Wir bedauern jedoch, dass die Arndt‐Anhänger auf ihrem Blog die eigentliche, moralische  Frage völlig ausblenden, nämlich, ob wir an einer weltoffenen Universität mit den von Arndt vertretenen rassistischen Ideen noch leben können“, so Schmidt.   Stattdessen ist das Ziel der AG offenbar Arndt in der Öffentlichkeit mit anderen Begriffen in Verbindung zu bringen. Etwa mit „Demokratie“ oder mit „Lyrik“. Germanistin Dr. Monika Schneikart hatte ähnliche Bestrebungen schon bei der Leserbrief‐Debatte 2001 festgestellt und in ihrer Diskursanalyse scharf kritisiert. Sie sprach in diesem Zusammenhang von „Verzerrung“ und „Verfälschung“ durch die Arndt‐Befürworter (vgl.: http://ow.ly/DwSH ).    Die Initiative „Uni ohne Arndt“ bedauert außerdem, dass die Website der RCDS‐Gruppe bisher fast leer ist und keine Argumente enthält. Lediglich einige Gedichte finden sich
bisher auf der Seite. „Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass uns immer wieder ‚Polemik’ und ‚Unsachlichkeit’ unterstellt wird, und man dann sieht, dass die Arndt‐Befürworter eine fast leere Homepage ohne auch nur ein einziges wissenschaftliches Zitat online stellen“, so Sandra Schmidt.    (

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RCDS Pro-Arndt AG

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10 Antworten auf “RCDS startet „Pro-Arndt“ Blog ohne Argumente

  1. Gabriel Kords

    Entschuldigt mal Freunde, aber "die studentischen Medien" kritisieren überhaupt nichts. Erstens ist der webMoritz der webMoritz und nicht "die studentischen Medien" und zweitens kritisiert der webMoritz nicht, sondern er berichtet. Wenn einer kritisiert, ist das unser Autor Alexander Kendzia in seinem Kommentar – und dessen Autor ist dann er und nicht der webMoritz. Überdies steht Alexanders Kommentar unter einem anderen Artikel.

    Insofern verwahre ich mich gegen die Behauptung, "die studentischen Medien" hätten pauschal irgendwas krisiert.

    1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

      Danke für den Hinweis / die Richtigstellung! Allerdings ist es durchaus üblicher Sprachgebrauch, dass man z.B. schreib „Der neue Spiegel kritisiert Bundesregierung“. Tatsächlich ist es natürlich immer nur der jeweilige Redakteur. Daher ist Dein Hinweis korrekt. Wir bitte jedoch um Verständnis für unsere Formulierung.

      1. Maik H.

        Kein Verständnis. Und ihr wundert euch ernsthaft, warum Menschen in eine Gruppe "uni-ohne-populismus" bei einem bekannten online-Netzwerk gehen?

        Werdet bitte erwachsen und erinnert euch an die Kindheitstage dieser Seite. Soweit ich mich richtig erinnere, war die am Anfang auch deutlich übersichtlicher. Also spielt bitte fair.

        1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

          Deutlich übersichtlicher ist korrekt, aber leer war sie eben nicht. Auch hatten wir „zuerst“ unsere Argumente und dann unseren Blog, nicht andersherum. Unsere Kritik ist aber nicht, dass der Blog des RCDS so leer war (bzw. teilweise noch ist). Unsere Kritik entzündet sich vor allem daran, dass man stets uns unterstellt, wir würden nicht sachlich diskutieren. Den Populismus-Vorwurf hast Du gerade selbst genannt…

          Wie kann man aber „uns“ Populismus vorwerfen, wenn wenn man selbst eine Homepage mit mit fast gar keinen Argumenten online stellt? Da muss man sich dann bitteschön an die eigene Nase fassen !

  2. Marco_Wagner

    Der Text wurde ja zu einem Zeitpunkt verfasst, als die Seite tatsächlich noch fast leer war.

    Allerdings frage ich mich ernsthaft, ob eine Argumentation zu einer Sache tatsächlich unbedingt mit einem Zitat eines Wissenschaftlers untermauert werden muss.

    Gerade wenn es um Ernst Moritz Arndts Schriften geht,kommt es doch in erster Linie darauf an, Arndts Werke nach seinem eigenem Grundverständnis zu lesen und anhand dieser Aussagen sich seine Meinung über Arndts Schriften (die wirklich sehr beträchtlich im Umfang sind) zu bilden.
    Relevant ist also in erster Linie, die Aussagen anhand der direkten Quelle, nämlich anhand der Werke Ernst Moritz Arnts zu belegen. Man kann diese anhand der Quellen belegten Aussagen dann anschließend gerne noch mit ein paar Zitaten von Wissenschaftlern sattelfester machen, um zu verdeutlichen, dass es auch andere gibt, die diese Meinung vertreten. Sie ist aber keine Grundvoraussetzung für eine wissenschaftliche Arbeit.

    1. Uni-ohne-Arndt Team

      Genau aus diesem Grund beginnen auch all unsere Ausführungen mit einem Arndt-Zitat. Trotzdem ist es natürlich so, dass ein Wissenschaftler der zwei bis drei Bücher liest, mir als Leser mit seiner Zusammenfassung mehr Informationen geben kann als ein einzelnes Zitat.

      Und wir woll(t)en nicht Euer Engagement / Eure Recherche in Frage stellen, wenn wir kritisieren, dass ihr keine Wissenschaftler zitiert. Wir glaube nur, dass der wissenschaftliche Konsens ist, dass Arndt Antisemit / Rassist / völkischer Nationalist ist. Um das zu belegen zitieren wir Wissenschaftler.

      Ihr hebt nur andere Dinge aus Arndts Leben hervor, was Euer gutes Recht ist. Das widerlegt nur eben nicht Arndts Rassismus, etc. Und da dieser für uns das Wichtigste Entscheidungskriterium ist, verweisen wir so deutlich darauf.

  3. Marco_Wagner

    Im Übrigen gibt es sogar Dozenten an dieser Uni, die besonderen Wert darauf legen, sich hauptsächlich auf die Quelle (in dem Fall wären eben Arndts Schriften) zu stützen, anstatt auf bereits fertige Wissenschaftlermeinungen, da durch die direkte Quellenarbeit der (angehende) Wissenschaftler erst wirklich in der Lage ist, sich unvoreingenommen eine Meinung zu bilden. Liest man zuerst Sekundärliteratur (d.h. Wissenschaftlermeinungen), dann ist eine unvoreingenommene Position zu einer Sache nicht mehr gegeben und kann schlimmstenfalls zu der in der Debatte angesprochenen Wissenschaftlerhörigkeit, also dem bloßen Wiederkäuen einer bereits vorhandenen Meinung führen.

    1. Uni-ohne-Arndt Team

      Niemand von uns ruft dazu auf, nur Wissenschaftler zu lesen. Genau deshalb beginnt auch bei uns jede Ausführung mit einem Arndt-Zitat. Aber gerade Arndt hat eben in dem einen Satz gegen die Juden gehetzt und im zweiten Satz für die pommerische Natur geschwärmt.

      Wenn ich nun nur gezielt genug gewisse Dinge herausgreife, kann ich sehr gut manipulieren, obwohl ich „nur“ Orginalquellen zitiere. Deshalb zitieren wir „auch“ Sekundärquellen, die sich ganze Bücher oder ganze Zeitabschnitte von Arndt angeschaut haben.

      Sie fassen zusammen und stellen einzelne Zitate in einen Gesamtzusammenhang. Dies sollte man nun nicht deshalb kritisieren, weil es natürlich immer besser ist, Originaltexte einmal zur Hand zu nehmen.

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