Ostsee-Zeitung manipuliert erneut…

plattdeutschDa fehlen einem einfach die Worte. Wir haben ja schon öfter über die Fehlerhaftigkeit der Ostsee-Zeitung Artikel berichtet. Doch dieser Kommentar treibt es auf die Spitze. Er ignoriert schlicht die komplette Debatte der letzten zwei Monate und fäng erneut im Urschleim der widerlegten Argumente an. Offenbar war Herr Kurt Wulf die letzten zwei Monate im Urlaub oder liest selbst nicht die Zeitung…

  • Der Kommentar behauptet, dass „westliche Professoren“ gegen Arndt gewesen wären. Richtig ist, dass sich damals etliche Professoren aus Ost und West gegen Arndt ausgesprochen haben. Aber: Die Herkunft der Professoren  sollte in einer „seriösen“ Zeitung überhaupt keine Rolle spielen! Ansonsten stellt sich schnell die Frage, ob man einen Ahnennachweis braucht, um sich an der Debatte beteiligen zu dürfen? Prof. Stamm-Kuhlmann wies auch in der Podiumsdebatte darauf hin, dass an Universitäten schon aus der Natur der Sache heraus, oft „Nicht-Einheimische“ sind. Siehe dazu auch hier.
  • Der Kommentar behauptet, dass die Zeit in der Arndt gelebt hat, für die Initiatoren keine Rolle spielen würde. Das wir dies nicht behaupten, haben wir nicht nur mehrfach in der OZ selbst geschrieben sondern ist auch hier auf der Hompage überall erwähnt.
  • Alle weiteren Richtigstellungen hinter dem Klick.

  • Der Kommentar spekuliert, ob wir die Arndt-Figur vom Rubenow-Denkmal entfernen wollen. Auch dies hatten wir ausdrücklich bereits hier, sogar in der Ostsee-Zeitung selbst, abgelehnt. Es sind Unterstellungen, die ausschließlich dazu dienen können, die Initiative öffentlich zu diskreditieren. Niemand von der Initiative will das Denkmal verändern oder hat überhaupt ein Problem mit dem Denkmal. Aber der Namen der Universität muss hinterfragbar sein.
  • Am Ende kommt erneut die übliche „Aber-Goethe-hat-doch-auch-mal-was-gegen-Juden-gesagt“-Argumentation. Auch diese Argumente sind längst mehrfach entkräftet – auch in OZ Leserbriefen!

Immerhin erschien am selben Tag ein Hinweis auf den Artikel der Wochenzeitschrift „DIE ZEIT“, zudem zwei kritische Leserbriefe zur Debatte. Dies kann jedoch nicht die, man muss es so sagen, Lügen des genannten Kommentars ausgleichen.

Löech blifft Löech, ok up plattdüütsch!

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5 Antworten auf “Ostsee-Zeitung manipuliert erneut…

  1. Manfred Peters

    Ich habe den Eindruck, dass auch die Initiative immer dünnhäutiger wird!
    Zitat http://www.uni-ohne-arndt.de/: Der Kommentar behauptet, dass “drei westliche Professoren” gegen Arndt gewesen. …“
    Nichts steht davon im OZ-Beitrag. Ich hatte im unterdrückten Kommentar zum Beitrag “ Ein Ehren-Kranz für Arndt? “ angeboten zu übersetzen!
    Am Ende zeigt die Initiative, dass sie nicht einmal einer deutschen Sprache mächtig ist, denn nach
    „Kleines Plattdeutsches Wörterbuch“ für den mecklenburgisch-vorpommerschen Sprachraum Hinstorff 1985 heißt es richtig: „Löech blifft Löech, ok up plattdüütsch!“ und nicht, „Lüöge blev Lüöge, ouck uf plattdüütsch.“

    1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

      Sehr geehrter Herr Peters,

      a) In dem Artikel steht wortwörtlich: „Na dei Wend geew dat westliche Professoren, dei an uns Universität kamen wieren, dei Arndt as Namenspatron nich mihr hemm wulln.“ Wir übersetzen: „Nach der Wende, gab es westliche Professoren, die an unsere Universität gekommen waren, die Arndt als Namenspatron nicht mehr haben wollten“. Richtig ist, dass die Zahl „3“ nicht erwähnt wird. Das haben wir jetzt im Artikel berichtigt. Falsch bleibt aber auch weiterhin der Hinweis, dass es nur oder gar primär westliche Professoren waren, die gegen Arndt gewesen wären! Richtig bleibt auch, dass die Herkunft – selbst wenn sie richtig wäre – völlig irrlevant ist für die wissenschaftliche Einschätzung, die hinter dieser Meinung steht.

      b) Wir „unterdrücken“ keine inhaltlichen Beiträge. Allerdings veröffentlichen wir auch keine Beleidigungen und Diffamierungen. Bitte senden Sie ggf. Ihren Kommentar noch einmal ohne Beleidigungen ein, dann veröffentlichen wir ihn gern.

      c) Wenn Sie den Artikel übersetzen wollen, nehmen wir das Angebot gerne an. Schicken Sie Ihre Übersetzung an uniohnearndt [at] googlemail.com.

      d) Ihre Übersetzung des letzten Satzes haben wir jetzt – ohne weitere Prüfung – übernommen. Bitte nehmen Sie aber zur Kenntnis, dass es im Plattdeutschen für jedes Wort unzählige Übersetzungen und Dialekte gibt. Diese unterscheiden sich teilweise sogar von Dorf zu Dorf. Bitte haben Sie auch dafür Verständnis, dass wir nicht so gut zwischen dem pommerischen, mecklenburgischen und dem Schleswig-Holsteinischem Platt unterscheiden konnten.

  2. Manfred Peters

    @ Uni-ohne-Arndt Team

    zu b) Bitte nennt mir ein Wort, in dem mein 1. Kommentar „Beleidigungen und Diffamierungen“ enthält. Diese Behauptung ist von Eurer Seite eine Diffamierung!!!
    Auf diese Weise erübrigt sich jede weitere Konversation!
    zu d) Wer in MV etwas ändern möchte sollte sich auch bemühen die Regionalsprache zu kennen, wenn er meint, sie verwenden zu müssen.
    Übrigens, ouck ist Lüdenscheider Platt und das liegt wohl nicht in Schleswig-Holstein.

    1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

      Hallo Herr Peters,

      zu b) Sie unterstellen uns in ihrem Kommentar, dass wir „Verschwörungstheorien“ unterstützen würden. Wir diskutieren auf dieser Seite gerne mit Ihnen. Dafür müssen Sie aber arguementativ und nicht emotional mit uns diskutieren. Bitte sagen Sie uns also was Sie an Arndt gut finden, bzw. welche Kritik an Arndt durch die Wissenschaft ihrer Meinung nach, nicht gerechtfertigt ist, dann werden wir darauf eingehen.
      zu d) Wir danken erneut für die Übersetzung.

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