
Screenshot von der Uni-Hompage
Die Universität hat heute – wenige Stunden vor der Senatssitzung – einen Text über Ernst Moritz Arndt veröffentlicht. Damit kommt die Univeristät einer Forderung der Fachschaftskonferenz aus dem Januar 2008 nach. Der Text ist erwartungsgemäß sehr einseitig positiv über Arndt. Rassismus habe Arndt nur im “üblichen Rahmen seiner Zeit” verbreitet, heißt es dort unter anderem relativierend. Aber auch das Wort “Antisemitimus” findet sich im Text nicht. Eine genaue Analyse folgt sobald wie möglich.
Interessant ist, was das Rektorat aus dem Ursprungsentwurf des Textes gestrichen hat. Dort hieß es:
“Sein Name im Universitätstitel hält die Frage nach einer verantwortlichen Verbindung von Wissenschaft zu Politik und Gesellschaft im Interesse des Gemeinwohls offen. Dieser Frage muß sich jede akademische Generation neu und verantwortlich stellen.”
Offenbar will die Universitätsleitung nicht, dass sich die akademische Jugend dieser Frage stellt. Es ist auch insgesamt schade, dass dieser Text offenbar dazu dienen soll, dass Thema zu beerdigen. Eine “Aufrüttelung” der Leserschaft für den “fatalen” Namenspatron findet jedenfalls nicht statt…
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