Ostsee-Zeitung gesteht Fehler ein… und macht neue

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Erstmals hat die Ostsee-Zeitung in einem Artikel am Freitag zwei Fehler in der eigenen Berichterstattung zur Arndt-Debatte eingeräumt. Wir hatten in der letzten Zeit mehrfach auf diese und andere Fehler (die nicht eingestanden wurden) hingewiesen. Durch dieses Nicht-Zugeben von Fehlern entstand bei uns der Eindruck des Versuches einer bewußten Manipulation der öffentlichen Debatte.

Mit der – wenn auch sehr dezenten – Korrektur von zwei Fehlern, ist nun ein erster Schritt für eine bessere Debatte getan.

Schade ist, dass der gleiche Artikel uns vorwirft, dass wir etwas „konstruieren“ würden. Dies ist irgendwie seltsam, räumte man im Absatz zuvor gerade erst zwei Fehler ein… Mehr Infos hinter dem Klick…


  • Noch schärfer ist der Vorwurf der OZ wir hätten Fehlinformation verbreitet. Der Vorwurf dreht sich wohl um die Arndt Aktion vor der Mensa. Richtig ist: Während wir aus Arndts Büchern vorlasen, riefen mehrere Bürger die Polizei wegen „Volksverhetzung“ und einer angeblichen „NPD-Veranstaltung“ an (Die zwei Beamten sprachen von etwa  fünf bis sechs Anrufen). Dies – und nur dies – hatten wir dem Redakteur erzählt. Dieser schien daraufhin wohl verstanden zu haben, dass wir „auch deshalb“ die Aktion beenden mussten. Aufgelößt hatte die Polizei aber in Wirklichkeit unsere Veranstaltung weil eine  Anmeldung fehlte. Die fehlende Anmeldung haben wir jedoch nie in Frage gestellt. Auch andere Medien – wie etwa der webMoritz hier – haben unsere Position von Anfang an richtig verstanden und dargestellt.
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  • Die OZ schreib im Artikel nun davon, dass die Polizei die „unsere Satire“ verstanden hätte. Dies wiederum ist auch wieder falsch. Satire passt vielleicht noch auf die Apfelfront, nicht aber auf Arndt. Denn Arndt meinte es  ja mit seinen Texten leider toternst. Und wir durchaus auch. Wenn jemand Hitler vorließt, kann er das noch so „lustig“ meinen, es bliebe am Ende doch „Volksverhetzung“ (Ausnahme Serda Sumuncu, der jedoch die Texte von Hitler nicht pur vorließt, sondern intensiv kommentiert!).
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  • Danach spekuliert der Redakteur wild über die „Haltung der Bürger“ zu Arndt. Er vermutet die Haltung der Bürger in der Stadt sei „pro Arndt“ und in der Uni „unterschiedlich“. Immerhin räumt er ein, dass dies nicht wissenschaftlich „untermauert“ ist. Genaugenommen ist dies nicht nur nicht untermauert, sondern totaler Blödsinn. Der „Stadtbevölkerung“ fehlt vor allem Informationen und Argumente über Arndt. Vorher kann sich die Bevölkerung schlechterdings ein Urteil zu Arndt abgeben. Genau diese Informationen fand man in der Ostsee-Zeitung bisher jedoch nicht.  [Am selben Tag erschien allerdings erstmals eine Zusammenfassung des Arndt-Kolloquiums aus dem Jahre 2001 – hier scheint man ebenfalls einen anderen Kurs einzuschlagen was zu begrüßen ist!!]. Und an der Hochschule wiederum braucht man nicht spekulieren. Hier gibt es mit dem Beschluss der Vollversammlung und dem StuPa-Beschluss eine klareHaltung der Studetnen gegen Arndt. Strittig ist höchstens wie die Mehrheit der Professoren es sieht. Doch auch hier ist ein erster Meinungswandel zu beobachten, besonders wenn man die letzte Senatssitzung beobachtet. Doch dies sieht der Redakteur nicht – ob nicht am Ende vor allem „er“ für Arndt ist?
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  • Am Ende fordert der Rekakteur noch mehr Arndt-Forschung. Eine charmante aber ins Leere laufende Forderung, die wohl eher darauf spekuliert, eine Entscheidung zur Vertagung zu verhindern. Denn eine Entscheidung über unseren Namenspatron – und das sagen selbst Wissenschaftler wie Thomas Stamm-Kuhlmann – ist letztlich eine Wertentscheidung, keine Entscheidung der Wissenschaft. Zudem gibt es genug Arndt-Forschung. Die Ergebnisse wurden eben genau nebem dem Artikel veröffentlicht, der zu mehr Forschung anregt. Ein weiterer Widerspruch…
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