Greifswalder Blogs kritisieren OZ-Leserbriefe

Drei Blogs, drei Einträge und eine ziemlich einheitliche Meinung: Die Angriffe der Leserbriefe der Ostsee-Zeitung sind unmöglich! Hier Textauszüge. Fangen wir zunächst im Blogeintrag bei Ulrich Rose an:

rose„Im Rahmen dieser vermutlich sowieso nicht rational führbaren Diskussion gibt es dann einige Teilnehmer, die anderen Teilnehmern aufgrund obskurer Gründe die Teilnahme an der Diskussion verweigern oder zuerkennen. Angesichts der Diskussion unter den vagabundierenden Studierenden können nur eingeborene Greifswalder über den Namen der Uni befinden, heißt es – und zwar qua Geburt als Greifswalder. […]

Mir kommt der Eindruck, daß wir damit wieder bei Ernst Moritz Arndt und seinen Hetzereien gegen die Juden angekommen sind…“

Auch Oliver Wunder fragt sich in seinem Blog

daburna„Da drängt sich doch die Frage auf, wen zählen Schumacher und andere zur Greifswalder Bevölkerung? […] Der Großteil der Studierenden hat hier seinen Hauptwohnsitz gemeldet […] doch das scheint nicht auszureichen. Muss ein “Ahnenpass” her? Muss ich in Greifswald geboren sein? […] Und vor allem, wer entscheidet, wer Greifswalder ist und wer nicht?“

Und Jockel vom Fleischervorstadt-Blog nimmt gleich alle vier Leserbriefe auseinander. Er fragt zum Beispiel:

fleischervorstadtblog„Prof. Joachim Buhrow empfindet den Namen Arndt als zeitgemäß und gibt zu Protokoll:

>> Wir armseligen Zeitgenossen können ihm (Arndt) 150 Jahre später allesamt das Wasser nicht reichen. Das gilt aber vor allem für die Zeitgenossen, die ihn kritisieren, diffamieren und seine Lebensleistung reduzieren. <<

Ist nicht gerade die überschaubare Lebensleistung neben Arndts Antisemitismus ein wichtiger Grund für die geforderte Umbenennung? Ex-EMAUler Prof. Ulrich Guth mischt sich in die Arndt-Debatte mit „völlig neuen Perspektiven“ und Argumenten ein:

>> Bitte immer den historischen Kontext beachten! <<

Historischer Kontext ist eine inzwischen zur Worthülse mutierte, inflationär gebrauchte Konstruktion im Zusammenhang mit Arndt. Hat nicht der Baden-Württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger schon versucht, den historischen Kontext eines Hans Filbingers zu beachten?“

Wir danken allen Bloggern für die Unterstützung! Wer mag kann uns ebenfalls unterstützen, indem er Leserbriefe an die OZ schreibt und darin seine Entrüstung über solche Äußerungen zum Ausdruck bringt!

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7 Antworten auf “Greifswalder Blogs kritisieren OZ-Leserbriefe

  1. Lumpazius Autor

    Die gesamte Seite ‘Uni ohne Arndt’ ist polemisch aufgebaut – beginnend gleich mit dem ersten Satz (wobei Hermann falsch geschrieben ist). Desweiteren wird in den Kommentaren gegen die Berichterstattung in einer Zeitung gejammert. Und die Leser sollen genötigt werden, entsprechende Leserbriefe – ganz böse – an die Zeitung zu verfassen.
    Eine objektive Diskussion ist von dieser Seite überhaupt nicht gewollt und sieht anders aus.

    (Dieser Kommentar wurde vom Uni-ohne-Arndt Team unter diese News verschoben, da er sich auf diese News bezieht)

    1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

      @ Lumpazius:

      Was ist daran polemisch, wenn wir den Fakt, dass unsere Universität von Hermann Göring seinen Namen verliehen bekommt, veröffentlichen? Dies ist ein historischer Fakt und die Universität muss sich damit auseinandersetzen.

      Die Berichterstattung der Lokalzeitung war sowohl 2001 als auch bei der Diskussion in diesem Jahr wieder sehr sehr einseitig. Die Fakten haben wir klar dargelegt. Die aus der einseitigen Berichterstattung resultierenden Leserbriefe waren dann ebenfalls so stumpf, dass drei Blogs sich gleichzeitig darüber aufregten.

      Wir möchten natürlich, dass nicht nur die Leser aus dem Internet die ganze Wahrheit erfahren, sondern auch die Leser in der Lokalzeitung. Daher der Aufruf an die drei Autoren, ihre Kritik auch in Form eines Leserbriefes zu äußern.

      Du bist herzlich eingeladen zu einer argumentativen Diskussion. Doch bisher hast Du kein inhaltliches Argument zur Arndt-Debatte geliefert…

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