DIE ZEIT berichtet über Arndt-Debatte

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Die renomierte Wochenzeitschrift „DIE ZEIT“ hat die Arndt-Debatte in ihrer heutigen Ausgabe 32/09 auf Seite 61 eines ausführlichen Artikels gewürdigt.  Der Artikel unter der Überschrift „Die Uni und der Hassprediger“ ist auch hier im Internet abrufbar.

In dem Artikel heißt es unter anderem:

„Das stimmt. Man sollte ihn in seiner Zeit sehen und aus dem Geist der Zeit heraus beurteilen. Dann nämlich wird man feststellen, wie viele wirklich große Schriftsteller zu Arndts Zeit in Deutschland keine Franzosen- und keine Judenhasser waren und dass es auch damals Autoren gab, die gegen den aufkommenden Rassismus angeschrieben haben. In der Tat, er war Mitglied der Paulskirche, doch wer seine Aufsätze aus jener Zeit liest, der wird darin kein Bekenntnis zu einer deutschen Republik finden. Man sollte Arndt überhaupt ganz der Vergangenheit überlassen. […]“

Damit zieht der Autor des Arikels in der ZEIT ein ähnliches Feedback wie der Autor des SPIEGEL-Artikels.

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4 Antworten auf “DIE ZEIT berichtet über Arndt-Debatte

  1. Caspar David

    „… und dass es auch damals Autoren gab, die gegen den aufkommenden Rassismus angeschrieben haben.“

    Die Frage habe ich auch schon mehrmals gestellt: Welche Autoren waren das? Außer dem – in diesem Zusammenhang – etwas an den Haaren herbeigezogenen Lichtenberg? Höre ich jetzt: „Lessing“?

    Genau an der Stelle, die ja von den Arndt-Gegnern als sehr entscheidend zur Untermauerung der eigenen Position herangezogen wird, ist die Argumentation dünn.

    1. Uni-ohne-Arndt Team Autor

      Lichtenberg wohl kaum, der pflegte ja selbst Vorurteile gegen Juden.

      Aber man kann wohl die gesamte Weimarer Klassik nehmen, von Herder, Goethe, Schiller, Karl Philipp Moritz… Uns ist nicht bekannt, dass da jemand das deutsche Volk und die deutsche Rasse gepriesen und andere Völker entsprechend verunglimpft hätte. Die ganze Weimarer Klassik ist ja ein einziges Bekenntnis zu Humanismus und Kosmopolitismus.

      Auch Georg Forster, auch Alexander von Humboldt stehen für deutsche Weltläufigkeit. Auch von Jean Paul oder Hölderlin, standen dem Konzept ja eher skeptisch gegenüber. Uns sind auch von denen rassistische Texte nicht bekannt.

      Dann die bedeutenderen politischen Autoren in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Herwegh, Gutzkow, Börne, Heine, Büchner. Sie alle haben gegen Vorurteile angeschrieben, für Freiheit und Gleichberechtigung gekämpft…

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