Arndt-Debatte bald im Senat

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Senat der Uni Greifswald

Dank des Engagements der studentischen Senatoren, unter anderem Thomas Schattschneider und Paul Dederer, werden die Beschlüsse der Vollversammlung vom 17. Juni 2009 nun bald im Senat diskutiert. Diese Vollversammlung mit über 1200 Studenten hatte mit einem eindeutigen Votum gefordert, den antisemitischen und rassistischen Namenspatron „Ernst Moritz Arndt“ innerhalb der Studierendenschaft abzulegen. Das Studierendenparlament und der AStA sind dem bereits gefolgt und werden den Namen nicht mehr nutzen.

Die Vollversammlung beschloss aber auch, dass der Senat, das höchste Gremium der Universität, in einer Urabstimmung im Januar 2010 zur Ablegung des Namens aufgefordert werden soll. Mit Blick auf die Urabstimmung brachten die studentischen Senatoren nun diesen Antrag in den Senat ein.

Im Antrag beabsichtigen die Senatoren die Möglichkeiten eine Umbenennung der Universität von der Verwaltung, der Satzungskommission und der Wissenschaft ausloten zu lassen. Student und Mitinitiator Moritz-Mathis Felder hofft, dass der Antrag im Senat eine Mehrheit findet:

„Der Senat sollte zunächst die notwendigen Fakten sammeln, um dann im Januar 2010 eine informierte Entscheidung treffen zu können. Sollte bereits der Antrag auf Prüfung einer Umbenennung abgelehnt werden, wäre dies nicht nur ein Schlag in das Gesicht der über 1200 Studenten der Vollversammlung, sondern auch das klare Signal der Universität, dass sie das dunkle Kapitel der Namensverleihung im dritten Reich nicht aufklären will.“

Termin dieser öffentlichen Sitzung ist am 15.7. um 14 Uhr im Hauptgebäude der Universität.

Bildquelle: webMoritz.de Archiv

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