Mit diesen Leserbrief eröffnete die Ostsee-Zeitung die Debatte zum Namen Ernst Moritz Arndt. Die ersten Leserbriefe drücken dabei meist die Meinung der Redaktion aus und sollen in der Regel der Debatte eine gewisse Richtung geben. Präkär, dass es sich bei dem Leserbriefschreiber um einen Ex-NPD-Vorsitzenden geht. Die ganze Story um den Skandal hinter diesem Klick. In dem Leserbrief (zum Vergrößern anklicken!) wird regelrecht gegen die Initiatoren “gehetzt”. Unter anderem werden die Initiatoren der Debatte, die lediglich Orginaltexte vom Namenspatron der Universität vorlesen hatten, als “linksextremen” Studenten bezeichnet.
Das schlimme daran: Einer der Leserbriefschreiber stammte von der NPD, war sogar Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Hagenow. Dies hätte auch die Ostsee-Zeitung mit einer Recherche über Google herausfinden können. Es steht unter anderem bei der SPD-Kampagnen-Seite “Endstation Rechts“. Es geht um Rüdigner Klasen, der auch im Juli 1992 zudem maßgeblich an einem versuchten Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim bei Boizenburg beteiligt war und dafür vor Gericht zur Verantwortung gezogen wurde.
Seit 1994 hat er nach unsere Informationen zwar der Szene abgeschworen, die Sprache hat sich jedoch offenbar nicht verändert. So oder so ist es unmöglich, dass die Ostsee-Zeitung diesen Leserbrief abdruckte.
Auch als wir darauf hinwiesen, zeigte man sich zwar betroffen, infomierte die Ostsee-Zeitung ihre Leser nicht über den Hintergrund des Autoren. Auch ein Leserbrief, den wir einreichten, wurde kurzerhand um die entsprechenden Stelle gekürzt. Offenbar wollte man die Leser schlicht nicht darüber infomieren.
Erst eine Woche später, nachdem auch andere Medien diesen “Skandal” veröffentlicht hatten, druckte man den zweiten Leserbrief von uns mit einer ähnlicher Formulierung ab. Natürlich nur hinter einem anderen Leserbrief, der sich gegen uns ausspricht…

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Juli 18th, 2009 at 13:06
[...] 3.) Nicht berücksichtigt werden die Fakten: Für Pommern gibt der Synagogenbrand von Neustettin 1881 das repräsentative Beispiel, für welche Zwecke solche antisemitische Feindbilder geschaffen wurden. Dieser Synagogenbrand gab das Muster vor für die spätere Verfolgung und Vernichtung der Deutschen jüdischen Glaubens. Garbe verpackt das Feindbild, das er aufbaut, in Hinweise, wie Arndt „richtig“ zu interpretieren sei, was man alles lesen und wissen muss, um ihn zu verstehen usw. So erweist sich dieses Interview als ein Bestandteil der Gesamt-Strategie der OZ, die ebenso folgerichtig am 18. Juni mit einem “Offenen Brief” eines einschlägig verurteilen neonazistischen Gewalttäters eingeleitet wurde: [...]